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Walzenhäcksler im Test richtig vergleichen

Gartenabfälle, Hecken-und Baumschnitt - wohin damit? Natürlich auf den Kompost oder als Mulch unter Hecken und Büsche. Aber dafür müssen Sie das Zeug erst ordentlich zerkleinern und das machen Sie am besten mit einem Gartenhäcksler. Da solche Geräte sich in der Wirkweise unterscheiden (Walzenhäcksler oder Messerhäcksler?) und zudem nicht ganz billig sind, lohnen sich Test und Vergleich.

Für den Garten gibt's sowas auch.
Für den Garten gibt's sowas auch.

Gartenshredder arbeiten auf ganz verschiedene Art und Weise, mit unterschiedlichen Schneidwerken (Messer- oder Walzenhäcksler). Wofür Sie sich beim Kauf entscheiden, hängt davon ab, was Sie mit dem Häckselgut vorhaben.

Walzenhäcksler oder Messerhäcksler - die Unterschiede

  • Wollen Sie eher mulchen, wählen Sie besser ein Gerät mit Messerschneidwerk. Das Häckselgut wird kleiner und gleichmäßiger. Messerhäcksler sind zudem meist preisgünstiger. Dafür sind sie aber auch anfälliger für Verstopfungen und wesentlich lauter als Walzenhäcksler.
  • Für das Kompostieren eignet sich ein Walzenhäcksler sehr gut. Der zerquetscht das Schnittgut eher und läßt es daher etwas ungleichmäßiger zurück, hat aber eine ganze Reihe anderer Vorzüge. Viele Walzenhäcksler der neuen Generation werden auch als Leisehäcksler bezeichnet und sind mit einem Umweltsiegel versehen. Sie sind so leise, dass Sie gemäß der Lärmschutzverordnung auch an Wochenenden und Feiertagen genutzt werden dürfen und selbst in Zeiten der "Mittagsruhe" niemanden stören.
  • Walzenhäcksler ziehen das Schnittgut selbständig ein und kommen sehr gut mit den unterschiedlichsten Zweigen, Verästelungen, Blättern etc. zurecht, sowohl frisch als auch trocken. Bei Verstopfungen greift ein Sicherheitsschalter ein und unterbricht den Shredder-Vorgang. Mittels eines Rückwärtsgangs können Sie dann leicht das verklemmte Schnittgut entfernen. Die meisten Messerhäcksler haben, obwohl viel anfälliger für Verstopfungen, einen solchen Rückwärtsgang nicht.

Die "Leiseschredder" im Test

  • Sie haben sich für einen Walzenhäcksler entschieden? Dann sollten Sie sich gut über die Unterschiede einzelner Hersteller und Modelle informieren, denn die Preisspanne ist groß. Was haben Sie normalerweise für Schnittgut? Sind die zu zerkleinernden Äste eher dünn oder müßte Ihr neuer Häcksler ziemlich viel dicke Äste "fressen" können?
  • Vergleichen Sie also zunächst die Leistung und die Maximaldicke der Äste, die solch ein Gerät schafft. Einen Eindruck können Sie sich leicht im Internet verschaffen, denn natürlich werden auch für solche Geräte wie Häcksler regelmäßige Tests durchgeführt und veröffentlicht. Die Testergebnisse verschiedenster Häcksler lassen einen guten Vergleich zu.
  • Ein guter Anhaltspunkt für ein kräftiges, gut verarbeitetes Gerät ist eine Leistung von mehr als 2000 Watt, eine Schnitt-Dicke von mindestens 40mm und ein Gewicht, das nicht zu leicht sein sollte. Das sollten die Basisangaben sein, bevor Sie Preise vergleichen. Walzenhäcksler mit weniger Kraft und geringer Standfestigkeit mangels Gewicht sind meist für den kleingärtnerischen Anspruch nicht ausreichend.
  • Sehen Sie sich in Gartenforen und auf Produkttest-Seiten um und lesen Sie Meinungen von Benutzern der verschiedenen Modelle. So erfahren Sie mehr aus dem Praxisalltag, der sich oft doch sehr von dem unterscheidet, was auf dem Papier steht. Nicht immer sind die teuersten Geräte die allerbesten - manchmal sind die Qualitätsunterschiede sehr gering, der Preisunterschied aber gewaltig. Ganz aktuell liegt der Fall nämlich so: Insgesamt schneidet ein Walzenhäcksler von Bosch (der AXT 25 TC) am besten ab, kostet aber mehr als doppelt soviel wie der Zweitplatzierte Mac Alister 2500 ELH (ca. 170€).
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