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Walnussbaum richtig schneiden

Ein Walnussbaum im Garten spendet Schatten und im Spätsommer leckere Walnüsse. Beim Schneiden des Baumes ist jedoch Vorsicht angeraten.

Der Baumschnitt hat bei der Walnuss keinen Einfluss auf den Ernteertrag.
Der Baumschnitt hat bei der Walnuss keinen Einfluss auf den Ernteertrag.

Der Walnussbaum (lateinisch: Juglans regia) ist ein langsam wachsender Baum, der frisch gepflanzt einen eher zierlichen Eindruck macht. Aber täuschen Sie sich nicht: Wenn Sie ihm keine Grenze setzen, entwickelt er eine Krone von zehn Meter Durchmesser und mehr. Sie sollten einem Walnussbaum deshalb einen Standort im Garten geben, an dem er sich frei entfalten kann. 

Baum schneiden - richtiger Zeitpunkt wichtig

Dieser Baum schenkt Ihnen schmackhafte Walnüsse in großer Anzahl. Dafür nimmt er auch eine Sonderrolle im Garten ein: Er reagiert auf das Beschneiden seiner Äste äußerst empfindlich. Die Schnittwunden bluten stark. Deshalb dürfen Nussbäume nur geschnitten werden, wenn der Saftdruck niedrig ist. Niemals im Frühjahr!

Der Spätsommer, von Mitte August bis Mitte September, ist die richtige Zeit für den Schnitt des Walnussbaumes. Zu dieser Zeit bereitet sich der Baum langsam auf die Winterruhe vor und wächst kaum noch. Die Schnittwunden haben im Spätsommer noch ausreichend Zeit sich zu schließen, bevor der erste Frost kommt. Die Schnittflächen des Walnussbaumes heilen sehr langsam. 

Erziehungsschnitt am Walnussbaum

Der Erziehungsschnitt ist bei jungen Bäumen wichtig, um eine harmonische Kronenform zu erzielen. Zuweilen bilden sich bei einem jungen Walnussbaum neben dem Mitteltrieb zusätzlich steil aufsteigende Triebe. Diese Konkurrenztriebe sollten Sie möglichst schnell am Ansatz abschneiden, damit die Schnittwunde so klein wie möglich bleibt.

Hinweise zum Erhaltungsschnitt

Steht der Baum an einem Standort, der seine freie Entfaltung erlaubt, müssen Sie den Walnussbaum nicht schneiden. Der Baumschnitt hat bei der Walnuss keinerlei Auswirkung auf den Ernteertrag. Bei einem Standort des Baumes nahe am Haus oder an der Grundstücksgrenze, bleibt oft nichts anderes übrig, als seine ausladende Krone zu begrenzen.

Um den Baum nicht über die Maßen zu stressen, kürzen Sie mit dem Erhaltungsschnitt zunächst nur jeden zweiten Zweig der Krone um bis zu 1,5 Meter - in Höhe einer Astgabelung. Die übrigen Zweige kürzen Sie erst im Jahr darauf. Wenn Sie den Walnussbaum schneiden, behalten Sie die Form der Krone im Blick. Das harmonische Erscheinungsbild Ihres Walnussbaumes sollte erhalten bleiben.

Behandlung der Schnittwunden des Baumes

  • Halten Sie die Schnittflächen möglichst klein.
  • Baumwachs zum Verschließen der Wunde können Sie nicht verwenden.
  • Durch das starke Bluten der Schnittflächen haftet Baumwachs nicht auf dem Untergrund.
  •  Auch das Ausbrennen der Wunden ist nicht empfehlenswert.
  •  Ist das Kambium der Rinde durch das Brennen geschädigt, verzögert das die Heilung.
  • Sie können nichts gegen das Bluten tun, die Heilung der Wunden eines Walnussbaumes braucht Zeit.

Wenn möglich, sollten Sie darauf verzichten, den Walnussbaum zu schneiden. Die Saftmengen, die der Baum durch den Schnitt verliert, sind für viele Gärtner besorgniserregend. Bei einem sachgemäßen Schnitt im Spätsommer besteht allerdings keine Gefahr, dass Ihr Walnussbaum verblutet. 

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