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Wärmesichtgerät - so setzen Sie es ein

Wärmesichtgeräte werden in der Industrie, beim Militär, in der Wissenschaft, bei Feuerwehreinsätzen und manchmal auch von Privatpersonen verwendet. Einsetzen kann man ein solches Gerät also für vielerlei Zwecke.

Ein Wärmesichtgerät bildet Wärmestrahlen farblich ab.
Ein Wärmesichtgerät bildet Wärmestrahlen farblich ab. © magicpen / Pixelio

Wärmesichtgerät: Die Einsatzmöglichkeiten

Ein Wärmesichtgerät, auch als Wärmebildkamera oder Wärmebildgerät bekannt, hat viele Einsatzmöglichkeiten.

  • Ein Wärmesichtgerät sieht äußerlich meist einer Kamera ähnlich und erzeugt ebenfalls Bilder, jedoch empfängt es Wärmestrahlung, die von Körpern, deren Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, ausgesendet werden. Diese Wärmestrahlung ist für das menschliche Auge nicht sichtbar, kann jedoch mithilfe eines Wärmesichtgeräts sichtbar gemacht werden. Das Gerät erfasst die unterschiedlichen Temperaturen auf Körpern und Flächen und stellt sie farblich dar, ohne dass dafür eine Berührung mit dem Körper notwendig ist.
  • Wärmebildgeräte kommen häufig beim Militär zum Einsatz, aber auch bei der Bundespolizei. Beim Militär spielen Sie beispielsweise bei der Beobachtung und Aufklärung eine Rolle, die Bundespolizei nutzt die Geräte, um Grenzabschnitte zu überwachen.
  • Auch im zivilen Bereich spielen Wärmesichtgeräte eine große Rolle. So kommen sie in der Industrie zum Einsatz, zum Beispiel, wenn elektrische Anlagen geprüft werden müssen. Daneben spielen die Geräte auch in der Wissenschaft eine Rolle, etwa in der Archäologie.
  • Des Weiteren in der Medizin, wo man mit ihrer Hilfe Entzündungsherde aufspüren kann. Außerdem sind sie für die Feuerwehr von einiger Bedeutung, weil man durch ihren Einsatz Glutnester entdecken, aber auch Personen aufspüren kann, die sich beispielsweise in rauchgeschwängerten Gebäuden aufhalten.

So kann ein Wärmebildgerät im privaten Bereich eingesetzt werden

Wärmesichtgeräte sind sehr teuer und meist erst ab circa 2000 Euro aufwärts zu haben, das schränkt ihren privaten Gebrauch ein. Grundsätzlich sind die Geräte jedoch auch in diesem Bereich einsetzbar.

  • Ein Wärmesichtgerät können Sie im privaten Bereich zum Beispiel bei der Tierbeobachtung und der Jagd einsetzen, um die im Dickicht oft schlecht sichtbaren Tiere zu lokalisieren. Anders als beispielsweise bei einem Nachtsichtgerät, muss dafür kein Restlicht vorhanden sein, sodass Sie es auch bei völliger Dunkelheit benutzen können.
  • Nützliche Dienste kann Ihnen ein solches Gerät aber vor allem dann leisten, wenn Sie in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung Probleme mit Feuchtigkeitsbildung und Schimmel haben. Mit dem Wärmebildgerät können Sie die Dämmung Ihres Hauses überprüfen und Wärmebrücken lokalisieren, aber auch herausfinden, ob und wo ein Rohr Risse hat.
  • Wollen Sie eine Wärmebildkamera zur Baudiagnostik einsetzen, sollten Sie sich jedoch vorher gründlich informieren. Andernfalls können Sie die Diagnostik auch von einem Bausachverständigen durchführen lassen, denn die Anschaffung einer Wärmebildkamera lohnt sich für einen einmaligen Gebrauch kaum. Hinzu kommt, dass die Experten bereits Erfahrung in dieser Hinsicht und außerdem teurere Geräte haben, die Schäden besser lokalisieren können.

Ein Wärmesichtgerät können Sie also auch privat für verschiedene Zwecke einsetzen, oft rentiert sich die Anschaffung jedoch nicht.

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