Alle Kategorien
Suche

Wände kalken - so klappt's

Viele Experten im Umweltbau vertreten die Meinung, dass das Kalken von Wänden und Decken in Neu- und Altbauten Schimmelbefall und Allergien verhindert. Dennoch wird fast ausschließlich auf neuzeitliche kunststoffgebundene Anstriche gesetzt. Möchten Sie Lebensqualität und Gesundheit in bewohnten Räumen steigern, wählen Sie Kalk als Anstrichmittel.

Kreidekalk kommt auf den Rasen - Sumpfkalk an die Wand
Kreidekalk kommt auf den Rasen - Sumpfkalk an die Wand

Kalk gehört seit Jahrhunderten zu den Anstrichmitteln. In den südlichen Ländern sind Kalkanstriche an vor allem älteren Häusern noch immer weit verbreitet. Weiß absorbiert die Sonnenstrahlen zeigt Sauberkeit und desinfiziert.

Vorarbeiten beim Wändekalken

  • Damit Sie Wände kalken können, müssen Sie einige Vorarbeiten durchführen. Vom Putz müssen jegliche Tapeten, Latexfarben, Dispersionsfarben und alle sonstigen gebundenen filmbildenden Farben entfernt werden. Leimfarben werden abgewaschen. Alte Kalkanstriche können Sie nicht abwaschen, sondern nur abkratzen.
  • Erforderlich ist ein Abkratzen nur bei nicht tragefähigen Kalkaltanstrichen. Lockere und hohle Kalkanstrichschichten müssen Sie daher immer entfernen. Größere Löcher und Vertiefungen können nach dem ersten Kalkanstrich oder bereits davor mit Kalkglätte ausspachteln.
  • Als Nächstes geht es an das Anrühren von Kalkfarbe. Sie benötigen gut gesumpften Kalk (drei Jahre alten Sumpfkalk). Klares, kaltes Wasser geben Sie entsprechend der Rezeptur zu. Dann heißt es, längere Zeit kräftig rühren, bis sich alle Kalkklümpchen aufgelöst haben. Ein Sumpfkalk, der längere Zeit offen gestanden hat, beinhaltet viele Körner, die Sie heraussieben sollten.

Gefärbte Kalkfarbe hellt beim Trocknen nach

  • Sie können Ihre Wände weiß kalken. Möglich ist auch das Zugeben von Zusätzen, um bestimmte Farbtöne herzustellen. Die Zusätze müssen immer kalkechte Pigmente sein. Den ersten Anstrich auf einer neu verputzen Kalk- oder Lehmwand machen Sie immer nur mit ungefärbtem Kalk.
  • Nach dem Trocknen der Kalkfarbe werden gemischte Farben heller. Sie können einen Probeanstrich auf einem Blatt Papier machen. Nach dem Trocknen entscheiden Sie dann, ob weitere Farbpigmente zugegeben werden sollen.
  • Rühren Sie Ihre Kalkfarbe regelmäßig um, da Kalk zum Setzen neigt. Sonst malen Sie Ihre Wände erst mit reichlich Farbe und dann nur mit etwas gefärbtem Wasser. Nach dem Trocknen sieht das sehr unangenehm aus. Zum Streichen eignet sich eine langhaarige Malerbürste am besten.

Streichen Sie Wände immer komplett durch. Lassen Sie sich durch nichts aufhalten. Schnelles, gleichmäßiges Anstreichen verhindert Streifenbildung. Denn diese ist nach dem Trocknen kaum mehr zu beseitigen.

Teilen: