Historische Wechselkurse waren häufig nur begrenzt handelbar


Eine wesentliche Eigenschaft der Währungskurse, wenn Sie diese historisch betrachten, besteht darin, dass es in früheren Zeiten über einen langen Zeitraum hinweg feste Wechselkurse gab.

  • Das System der Devisenkurse war in erster Linie vor den 1980er Jahren in weiten Teilen durch feste Wechselkurse geprägt. Viele Währungen konnten nicht frei gehandelt werden, da eine Kursänderung zwischen den zwei Währungen, die zu einem Devisenkurs führen, nicht erlaubt war.
  • In manchen Ländern gab es früher ein etwas „aufgeweichtes System“, welches Wechselkurse beinhaltete, die in gewissen Grenzen veränderbar waren. Meistens wurde eine bestimmte Spannbreite festgelegt, in welcher sich die Währungskurse bewegen konnten. Drohte ein Kurs aus dieser Spannbreite auszubrechen, griff meistens die Zentralbank regulierend ein.
  • Nicht nur heute, sondern auch historisch betrachtet gab es schon immer relativ wenige Devisenkurse, die beim internationalen Handel wirklich von Bedeutung waren. Schon seit vielen Jahrzehnten sind dies vor allem der US-Dollar, das Britische Pfund, der Japanische Yen, der Schweizer Franken sowie der Euro (vor 2002 die D-Mark).


Das heutige System der Währungskurse

  • Im Gegensatz zu früheren Zeiten zeichnen sich die weitaus meisten Währungen heutzutage dadurch aus, dass sie frei handelbar sind. Dies bedeutet, dass die Devisenkurse sich ohne Einschränkung auf Basis von Angebot und Nachfrage verändern können.
  • Die Notierung der Wechselkurse erfolgt in zwei verschiedenen Varianten, nämlich zum einen als Preisnotierung und zum anderen als Mengennotierung. Im Euroraum wird in erster Linie die Mengennotierung verwendet. Sie gibt den Preis einer inländischen Währungseinheit in Einheiten der jeweiligen Auslandswährung an. Auf den Euro bezogen bedeutet das, es wird zum Beispiel angegeben, wie viele Dollars Sie für einen Euro erhalten können.
  • Bei der Preisnotierung ist es demgegenüber so, dass hier der Preis der Einheit einer Auslandswährung in den jeweiligen Einheiten der Inlandswährung angegeben wird. Aus deutscher Sicht wäre ein Beispiel, dass Sie beispielsweise 1,20 Euro aufwenden müssen, um ein Britisches Pfund zu erhalten.