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Vulkanausbruch und seine Auswirkungen - Wissenswertes über die Naturkatastrophe

Ein Vulkanausbruch kann verheerende Auswirkungen haben, nicht nur für den Klimawandel, sondern besonders für die Bewohner gefährdeter Vulkangebiete. Geologische Untersuchungen mit Seismographen ermöglichen z.T., die Erderschütterungen entsprechend zu analysieren, um einen Vulkanausbruch der Wahrscheinlichkeit nach vorhersagen zu können.

Vulkane können sehr verschieden sein.
Vulkane können sehr verschieden sein.

Ein Vulkanausbruch kann unterschiedlich sein

  • Mehr als 102 verschiedene Gegenden der Erde gelten als Vulkangebiet. In Europa sind z. B. der Ätna (Sizilien), Beerenberg (Norwegen), Brennisteinsalda (Island), Capelinhos (Portugal, Eyjafjallajökull (Island) und Vesuv (Italien) als aktive Vulkane bekannt. Innerhalb Deutschlands gelten die Gebiete der Vulkaneifel, Hohen Eifel, Westerwald, Rhön, Vogelsberg u. a. als Vulkanbereiche.
  • Ein Vulkanausbruch ist in Deutschland zwar weniger zu vermuten, dennoch beweisen die Erdbeben um die Kölner Bucht und Rheingraben, dass der Vulkanismus noch nicht ganz abgeschlossen ist. Man unterscheidet zwischen den aktiven und inaktiven Vulkanen und hofft, dass die Jahrhunderte anhaltende Inaktivität der Vulkane innerhalb Deutschlands bleibt.
  • Dringt glutflüssiges Magma an die Erdoberfläche, kann es durch eine Erderöffnung explosionsartig ausströmen, sodass die Umgebung innerhalb vieler Quadratkilometer zu Gestein erkaltet. Diese Explosion nennt man Vulkanausbruch, der vor allem für die Bewohner der gefährdeten Gebiete verheerende Auswirkungen mit sich bringt. Nach einem Ausbruch bleibt eine sichtbare Erdöffnung zurück, die als Vulkankegel bzw. Vulkandom bezeichnet wird.
  • Je nach Form, Ort und Tätigkeit eines Vulkans und je nachdem, wie das Magma dem Vulkan zugeführt wird, unterscheiden Geologen verschiedene Vulkane wie z.B. den Schicht-, Schlacken-, oder Tafelvulkan. Die Begriffe „Zentral-Vulkan“ oder „Spaltenvulkan“ erläutern, dass die Magmazufuhr unterschiedlich ist. Ein Zentralvulkan entwickelt sich über viele hunderttausend Jahre durch verschiedene Magmakammern, die zu einem zentralen Vulkangebäude (z.B. einen Berg oder Hügel) führen.
  • Ein Spaltenvulkan besitzt (noch) keinen zentralen Ausweg, sondern lange Spalten wie z.B. Bergrücken. Zum Teil können sich dabei Kraterreihen bilden. Fatal ist, dass ein Vulkanausbruch keinem bestimmten Muster folgt und man trotz Seismographen nie hundertprozentig vorhersagen kann, wann er ausbricht. Innerhalb der Erde, etwa in 100 km Tiefe, herrschen Temperaturen zwischen 1000 bis 1300 Grad Celsius, sodass Gesteine zu Magma verschmelzen. Wird der Druck des Magmas innerhalb seiner Kammern zu groß, steigt es durch Klüfte und Spalten auf. Erst wenn es an die Erdoberfläche gelangt, wird es mit dem Begriff „Lava“ bezeichnet.

Lavaausbrüche bringen verheerende Auswirkungen mit sich

  • Der Vulkanausbruch schleudert nicht nur zäh- und glutflüssige Gesteine und Magma an die Erdoberfläche, sondern vor allem Gase (Schwefelgase). Die pyroklastischen (Feststoff-Gas-Dispersion/Gemisch) Ströme sind äußerst heiß und breiten sich tödlich über die Erdoberfläche aus. Fauna und Flora werden zerstört, was neben den frei werdenden Schwefelgasen zu einem globalen Klimasturz führen kann.
  • Das etwa 300 - 800 °C heiße Magma, welches als Vulkangestein die Erdoberfläche überströmt, kann bis zu 400 Stundenkilometern den Hang hinabfließen. Diese pyroklastischen Quellen pulverisieren jeden Gegenstand, jedes Objekt, das sich ihnen in den Weg stellt. Untersuchungen haben ergeben, dass selbst der Staub und die Asche der ausbrechenden Lava tödliche Auswirkungen mit sich bringen.
  • Geologen versuchen, mit Seismographen Vulkane, Vulkanausbrüche und Erdbeben zu kontrollieren, doch wie bereits erwähnt, sind Voraussagen über einen Vulkanausbruch nur schwer vorherzusagen. Menschen, die in gefährdeten Gebieten leben, werden daher schon bei geringen Erdbeben gewarnt und wenn nötig bei zu hohen seismographischen Werten evakuiert. Allerdings ist dies in Deutschland eher weniger bekannt. In den besonders gefährdeten Gebieten bringen Evakuierungen hohe Kosten mit sich. Daher sind Geologen bemüht, so präzise wie möglich prognostizieren zu können.
  • Aktive Vulkane und Vulkanausbrüche beeinflussen nicht nur das persönliche und wirtschaftliche Schicksal der betroffenen Bevölkerung, sondern nehmen Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur der betroffenen Regionen. Geologen nutzen fünf verschiedene Methoden, um Vulkane zu überwachen: seismographische, geodätische Prüfung der Saughöhe, Temperaturmessungen, chemische Analysen und Messung der magnetischen Veränderungen. Trotzdem bleiben Vulkanausbrüche immer unberechenbar. Im Ernstfall ist es vielleicht ratsam, das Verhalten der Tiere zu beobachten, die sensibel reagieren und gefährdete Gebiete verlassen.
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