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VRZ-DHS - so werden Sie Mitglied im Verband der Rassenzüchter

Sie züchten Hunde. Bisher aber ohne Eintrag. Nun haben Sie vom VRZ-DHS gehört und überlegen, Mitglied zu werden. Was aber sind die Hintergründe des Rassezüchtervereins und lohnt sich die Mitgliedschaft überhaupt?

Als Hundezüchter zum VDH oder VRZ-DHS?
Als Hundezüchter zum VDH oder VRZ-DHS?

Wissenswertes zum VRZ-DHS

  • Zunächst sollten Sie über den VRZ-DHS als Rassehundezüchter-Verein wissen, dass er auf eine beinahe ein halbes Jahrhundert alte Geschichte zurückblicken kann. So wurde der Vorgängerverband VRZ 1966 in Ansbach gegründet. Seine Bekanntheit und Seriosität sind daher offenkundig. 
  • Die Bezeichnung VRZ bezieht sich dabei auf den Verein selbst, während die Abkürzung DHS sein Zuchtbuch bezeichnet. Die gute Nachricht: Es handelt sich um einen Verband für Züchter aller Rassen - egal welche Hunde Sie also züchten, können Sie Mitglied werden. Zumindest solange Sie tatsächlich Rassehunde züchten.
  • Der Verband zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er auch andere Vereine anerkennt - das tut lange nicht jeder. Für Sie als Mitglied gilt schließlich ein Jahresbeitrag von lediglich 15.- €, wobei eine individuelle Betreuung durch den Verein im Preis inbegriffen ist.

Lohnt sich die Mitgliedschaft?

  • Letztlich sollten Sie wissen, dass sich ein Eintrag in einem Rassezuchtverein nur dann für Sie lohnt, wenn die Öffentlichkeit den entsprechenden Verein mit hohen Ansprüchen in Verbindung bringt. Das Problem mit dem DHS-VRZ ist nun, dass die Öffentlichkeit ihm kritisch gegenübersteht: So erhalten Sie als Züchter im Verband zwar Papiere desselbigen, jedoch handelt es sich dabei um beinahe wertfreie Papiere, sodass Sie den Preis für Ihre Hunde dennoch kaum anheben können.
  • Das liegt daran, dass der Verband keine allzu hohen verbindlichen Anforderungen an seine Mitglieder stellt - zumindest nimmt ein Großteil der Öffentlichkeit das so wahr. Beispielsweise müssen die Zuchthunde nicht zwingend auf Erbkrankheiten untersucht sein und Ihre Papiere garantieren so keinen Ausschluss solcher. Beim VDH sieht das schon anders aus - der stellt deutlich höhere Ansprüche an seine Züchter, sodass VDH-Papiere den Preis für einen Hund deutlich steigern.
  • Alles in allem sollte Ihnen klar sein, dass es sich beim VRZ-DHS um einen Dissidenzverein handelt, während der VDH der Dachverein aller deutschen Zuchthunde ist. Dieses Faktum heißt nun, dass die Satzung des VRZ-DHS nicht so streng ist, wie die des VDHs, und Hunde, die durch den VRZ-DHS zur Zucht zugelassen werden, vom VDH oft aus der Zucht ausgeschlossen werden würden. Auch werden Verstöße gegen die Zuchtordnung und die Satzungen vom VDH deutlich strenger behandelt als vom VRZ-DHS. 
  • Es lässt sich nun weiter ausführen: Jemand, der einen Hund von Ihnen kauft, weil er selbst züchten oder ausstellen will - am besten als Mitglied im VDH - der wird Ihnen einen Hund mit VRZ-DHS Papieren nicht abkaufen, während die Papiere des Verbands einen durchschnittlichen Hundebesitzer absolut zufriedenstellen sollten. Obwohl die Papiere eines Dissidenzvereins nicht unbedingt "wertlos" sind, nehmen viele sie trotzdem so wahr - vor allem im direkten Vergleich mit dem VDH - was es Ihnen nicht ermöglicht, einen großen Aufpreis für die Papiere zahlen zu lassen. 
  • Wollen Sie nun Mitglied in VDH oder VRZ-DHS werden: Letztlich müssen Sie dazu lediglich nachweisen können, dass Sie die Satzung erfüllen. Beim VDH ist das ein schwierigeres Unterfangen, weil die Ansprüche wie gesagt höher sind. Eine Mitgliedschaft im VRZ-DHS empfiehlt sich so vor allem für Züchter, die den Ansprüchen des VDHs mit ihren Hunden aus gegebenen Gründen nicht gerecht werden können. 

Um Näheres zu den Satzungen und der Mitgliedschaft zu erfahren, ist es nötig, direkten Kontakt zu dem entsprechenden Verein aufzunehmen. Über deren Internetpräsenzen finden Sie alle nötigen Kontaktdaten. 

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