Was Sie benötigen:
  • Haus
  • Vorkaufsvertrag

Es gibt keinen Vorvertrag, den man mit einem Interessenten schließt, bevor man einen Kaufvertrag schließt. Sie können stattdessen das Vorkaufsrecht einem Anspruchsinhaber gewähren. Dies gibt ihm einen schutzwürdigeren Anspruch auf Ihre angebotene Immobilie.

Wissenswertes über den Vorvertrag beim Hauskauf

  • Sie können Ihre Immobilie bei einem Hauskauf nur rechtswirksam verkaufen, wenn Sie den Kaufvertrag notariell beurkunden lassen. Tun Sie dies nicht, leidet das Rechtsgeschäft an einem Formfehler.
  • Sie können vorab mit einem der Interessenten eine Art Vorvertrag, d. h. einen Vorkaufsrecht-Vertrag abschließen, um den Hauskauf zu erleichtern.
  • Wenn Sie beispielsweise eine Wohnung in dem jeweiligen Haus vermieten und Ihr Mieter möchte das Haus erwerben, bietet sich ein Vorkaufsrecht-Vertrag an. Ihr Interessent, in diesem Fall der Mieter, hat damit die Gewissheit, dass Sie die Immobilie nicht an einen anderen Interessenten verkaufen. Der Anspruchsinhaber eines Vorkaufsrechts erwirbt durch diesen Vorkaufsvertrag einen schutzwürdigen Anspruch.
  • Das Vorkaufsrecht hat mehrere Aspekte. Schließen Sie mit Ihrem Vertragspartner einen Vorkaufsrecht-Vertrag ab,  bekommt Ihr Vertragspartner ein schuldrechtliches Vorkaufsrecht. Hierfür ist eine notarielle Beurkundung nötig, da eine Immobilie Vertragsgegenstand ist.
  • Bei einem Grundstückserwerb ist ein dingliches Vorkaufsrecht möglich, das im Grundbuch vermerkt werden muss. Das dingliche Vorkaufsrecht wirkt sich auf Verträge mit Dritten aus, das schuldrechtliche dagegen nicht. Haben Sie ein dingliches Vorkaufsrecht und der Hauseigentümer verkauft an Sie und an eine dritte Person, so muss er beide Verträge erfüllen. Der eine bekommt die Immobilie, der andere Schadenersatz.

Viel Erfolg beim vertraglichen Festlegen des Vorvertrags, bzw. des Vorkaufsrechts!