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Virtuelle Darmspiegelung - was ist das?

Eine virtuelle Darmspiegelung ist eine Spiegelung des Darms von außen. Sie wird mithilfe eines Computertomographen (CT) durchgeführt.

So sehen Wucherungen der Darmschleimhaut aus.
So sehen Wucherungen der Darmschleimhaut aus.

Eine virtuelle Darmspiegelung ist für den Patienten einfach

  • Bestimmte Veränderungen im Darm werden in der Medizin Polypen genannt. Das sind Wucherungen der Darmschleimhaut, die als Erhebung zu erkennen sind oder als Verdickung der Darmwand oder auch flächig auf der Darmwand aufliegen. Fast immer führen solche Polypen zu Darmkrebs. Die derzeit sicherste Methode, diesen zu verhindern, ist die Früherkennungsuntersuchung und die anschließende Entfernung der Polypen.
  • Entgegen der üblichen Darmspiegelung hat sich in den letzten Jahren auch die virtuelle Darmspiegelung auf dem Markt etabliert. Bei dieser Untersuchung wird, genau so wie bei der herkömmlichen Spiegelung, der Darm im Vorfeld gereinigt und dann mit Luft gefüllt. Nun beginnen die Unterschiede.
  • Die virtuelle Darmspiegelung findet im Computertomografen statt, also mit Röntgenstrahlung. Diese nehmen den Darm von vorne und hinten im Schichtverfahren auf. Anschließend errechnen Computer daraus ein Bild des untersuchten Darms. Der Vorteil für die Patienten: Die Narkose fällt weg und es wird kein Untersuchungsinstrument in den After eingeführt.

Nicht jede Veränderung wird erkannt

  • Aber die virtuelle Darmspiegelung hat nicht nur Vorteile. Mit hochauflösenden Tomografen und fachkundigen Ärzten können recht viele Veränderungen sichtbar gemacht werden. Unterhalb einer bestimmten Größe aber können die Polypen nicht mehr im CT gesehen werden. Dann kann nur eine herkömmliche Endoskopie eine Aussage liefern.
  • Ein weiteres Problem ist das Vorhandensein von Polypen. Da diese häufig bösartig entarten, empfehlen viele Ärzte, sie zu entfernen. Auch das geht nur mit einer Endoskopie. Die sich nun als weitere Untersuchung und zur Behandlung anschließen würde.
  • Zudem unterliegen Sie bei der virtuellen Darmspiegelung einer gewissen Strahlenbelastung, denn ein CT arbeitet mit Röntgenstrahlung. Die Dosis ist heutzutage zwar geringer als früher, trotzdem aber vorhanden. Außerdem werden die Kosten dafür in der Regel nicht von Krankenkassen übernommen.
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