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Viel Glück und viel Segen - Informatives über das Lied

Zu den bekannten Ständchen, die an Geburtstagen gerne dargeboten werden, gehört auch das Lied „Viel Glück und viel Segen“. Der Kanon wurde von einem gebürtigen Ulmer komponiert, dessen Namen kaum einer kennt.

"Viel Glück und viel Segen" ist ein bekannter Kanon.
"Viel Glück und viel Segen" ist ein bekannter Kanon.

Der Kanon „Viel Glück und viel Segen“

Manche lernen ihn schon im Kindergarten, andere erst in der Grundschule, die meisten aber kennen ihn: den Kanon „Viel Glück und viel Segen“.

  • Das Geburtstagsständchen besteht aus ganzen vier Zeilen, weil es sich aber um einen Kanon handelt, zieht es sich beim Singen etwas länger hin. Ein Kanon ist eine Komposition, in der eine oder mehrere gleichzeitig erklingende Stimmen zeitlich versetzt die gleiche Melodie singen. Damit sich das gut anhört, muss der Komponist sein Handwerk beherrschen.
  • Im Geburtstagskanon geht es darum, dass dem Geburtstagskind auf all seinen Wegen Glück und Segen und davon viel gewünscht wird. Ob nun auch der Frohsinn oder der Wohlstand mit dabei sein soll, darüber gehen die Meinungen auseinander, jedenfalls singen die Einen „Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei“, die anderen bevorzugen „Gesundheit und Wohlstand“. Auch die Variation „Gesundheit und Freude“ soll es geben.

Der Komponist Werner Gneist     

Das  Lied wurde von Werner Gneist komponiert. Dieser hatte zur Frohsinns-Wohlstands-Freude-Frage auch eine Meinung.

  • Werner Gneist wurde am 10. März 1898 in Ulm geboren, wuchs jedoch in Schlesien auf und starb am 19. August 1980 in Kirchheim unter Teck, wo er als Lehrer tätig war. Zusätzlich widmete er sich dem Komponieren. Auch wenn seinen Namen kaum einer kennt, sind doch einige seiner Lieder bekannt, beispielsweise „Es tagt, der Sonne Morgenstrahl weckt alle Kreatur“, am bekanntesten aber ist „Viel Glück und viel Segen“. Beide Lieder entstanden der Kirchheimer Lokalzeitung „Teck-Bote“, für die Gneist selbst nebenher schrieb, zufolge, etwa um die gleiche Zeit, nämlich als der Komponist etwa dreißig Jahre alt war, also um 1928 herum.
  • Eine Oper ohne Arie ist nicht vorstellbar. Dieses wuchtige solistische Gesangsstück …

  • Derselben Zeitung zufolge sollte nach Gneists Willen nicht der Frohsinn oder die Freude mit dabei sein, wenngleich er gegen beides vermutlich auch nichts gehabt haben dürfte, sondern der Wohlstand. Damit meinte er allerdings nicht ein Leben in Saus und Braus, sondern eines, das zwar bescheiden war, aber frei von finanziellen Sorgen.   

Solange das Geburtstagskind jedoch Freude am Ständchen hat, dürfte es einigermaßen egal sein, welche Version Sie bevorzugen.

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