Video aus Bildern - so wird es ein One-Stop-Motion-Film

Alle Filme bestehen aus Einzelbildern. Alle Filme bestehen aus Einzelbildern.
Sie möchten ein Video produzieren, haben aber keine Videokamera? Kein Problem, denn einen Film können Sie auch aus Einzelbildern produzieren. Wie das geht, erfahren Sie hier.
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • viele Fotos, möglichst Serienaufnahmen
  • Programm zum Schneiden von Videos und Filmen
  • Musik

Aus Einzelbildern werden Bewegungen

Es kommt alles auf den Schnitt an.

  • Eine Sekunde Film besteht aus 25 Einzelbildern, die hintereinander abgespielt erst die Bewegung ergeben. Durch die vielen Bilder pro Sekunde sehen Sie flüssige Bewegungen und keine Einzelbilder.
  • Zeichentrickfilme wurden früher immer in One-Stop-Motion, also in Einzelbildern gezeichnet und abfotografiert. Heute gibt es nur noch wenige Trickfilme oder Animationen, die in One-Stop-Motion-Technik umgesetzt werden. "Shaun The Sheep" gehört beispielsweise dazu und viele animierte Werbespots auch. 
  • Beachten Sie deshalb bei den Bildern, die Sie für Ihr Video auswählen, dass Sie sie richtiger Bewegungsreihenfolge zunächst aufnehmen, dann wird das richtige Zusammensetzen im Schnitt einfacher und die Bewegungen bleiben logisch und flüssig.
  • Die Bewegung für das Video entsteht erst, wenn Sie die Bilder in einem Cutprogramm wie bspw. FinalCutPro oder iMovie hintereinanderschneiden.
  • Dabei ziehen haben Sie jederzeit die Möglichkeit, die Reihenfolge der Einzelbilder zu verändern. Dies funktioniert auch mit eingescannten Fotos.

Ein Video aus Serienfotos

Die meisten Kameras haben eine Serienfunktion, digitale Spiegelreflexkameras haben sie garantiert. So nutzen Sie sie für Ihr Video.

  • Nehmen Sie von Situationen immer mehrere Bilder hintereinander oder aber in der Serienfunktion auf.
  • Die Anzahl der Bilder ist für Ihr Video noch unerheblich, aber eine flüssige Bewegung sehen Sie, wenn Sie 25 Bilder aufnehmen. So gelingen Ihnen in Ihrem Video echte Bewegungsabläufe nur aus Bildern.
  • Sollten Sie so genau sein wollen, dann berechnen Sie sich vorher, wie viele Aufnahmen Sie benötigen. Drei Minuten haben 180 Sekunden. Eine Sekunde Videofilm besteht aus 25 Bildern. Für ein gutes 3-Minuten-Video in One-Stop-Motion-Technik benötigen sie somit 4.500 Bilder.
  • Wenn Sie nur 10 Bilder pro Sekunde schneiden, gelingt die Bewegung im Video auch. Sie wird aber etwas abgehakt wirken, weil wir Menschen schneller gucken.
  • Bedenken Sie, dass Sie bei deutlich weniger Bildern die einzelnen Fotos länger sehen werden, was einem Videofilm die Dynamik nehmen kann. Es kann schnell langweilig werden.
  • Der Trick besteht darin, die Zeit pro Foto/Bild zu verkürzen und geschickte Perspektivwechsel zu zeigen. Der Perspektivwechsel ist eine gute Möglichkeit, eine Szene interessanter zu machen. Dabei können Sie zwischen Totalperspektive und Nahaufnahme hin- und herwechseln, sofern sich in der Nahaufnahme dann wirklich etwas verändert. Ansonsten lieber nur einmal wechseln und dann eine ganz neue Szene anfügen.
  • Wenn Sie Ihr Video auf ein Musikstück schneiden möchten, dann gibt die Musik die Länge Ihres Videos vor. Hier können Sie mit dem "Fade"-Modus tricksen, indem Sie die Musik geschickt langsam ausblenden und so Ihrem Video anpassen.
  • Wichtig ist, dass immer Ihre Bilder, Ihre Geschichte die Videolänge und die Stimmung des Films vorgibt. Andersherum funktioniert ein Videoschnitt nur, wenn die Bilder zur Musik ausgewählt oder speziell dafür aufgenommen wurden.

Gutes Gelingen und viel Erfolg!

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