Wenn ein Erwachsener seinen geliebten Partner durch Tod verliert, dann muss dieses einschlagende Erlebnis erst einmal verarbeitet werden. Sollten dann auch noch Kinder da sein, dann haben es verwitwete Väter nochmal schwerer: Sie müssen den Kindern zusätzlichen Halt geben.
- 13.01.2012 Manuela Träger
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Warum es verwitwete Väter schwerer haben
Den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten, fällt höchstwahrscheinlich jedem Menschen gleich schwer. Verwitwete Väter trifft dies aber wesentlich schwerer als Frauen:
- Väter sind in der Regel der Hauptverdiener. Muss er sich aber von nun an verstärkt um seine Kinder kümmern, dann könnte die Arbeit hierbei vernachlässigt werden. Dies kann sich natürlich zu einem finanziellen Problem ausweiten.
- Väter kennen den Alltag Ihrer Kinder nicht so gut wie die Mütter. Aus diesem Grund müssen sich die Väter doppelt umstellen: Sie müssen den Verlust des geliebten Menschen verschmerzen und sie müssen den Haushalt bzw. den Alltag der Kinder bewältigen.
- Gleichzeitig müssen die Väter den hinterbliebenen Kindern Halt geben, was aufgrund der manchmal fehlenden Sensibilität nicht so einfach fällt.
- Männer trauen sich ebenfalls seltener, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen.
Was verwitwete Väter tun können
- Verwitwete Väter sollten zusammen mit ihren Kindern Trauerarbeit leisten. Sie sollten nicht versuchen, das Geschehene wegzuwischen. Reden Sie mit Ihren Kindern über den Tod und was danach geschieht.
- Versuchen Sie trotz allem, den Alltag aufrechtzuerhalten. Ein gewohnter und geregelter Tagesablauf kommt den Kindern in jedem Fall zugute.
- Trauen Sie sich, Hilfe von außen anzunehmen. So könnten Sie zusammen mit Ihren Kindern zu einer Therapie gehen. Natürlich sollten Sie den ersten Schritt unternehmen, indem Sie mit vielen Freunden, Bekannten und Verwandten sprechen.
- Ebenso gibt es Selbsthilfegruppen, die sich besonders den verwitweten Vätern annehmen. Das Ziel dieser Gruppen besteht darin, zusammen mit den Kindern die Trauer zu bewältigen. Informieren Sie sich im Internet über die Abläufe der Selbsthilfegruppen.
- Am Anfang sollten Sie die verschiedenen Trauerarten Ihrer Kinder vollkommen akzeptieren, auch wenn diese sich zum Beispiel in unerwarteter Heiterkeit äußern. Jeder Mensch und auch jedes Kind trauert auf eine andere Art. Werden Sie nicht ärgerlich, wenn eins Ihrer Kinder auf Sie sauer wird.
- Wenn eine gewisse Zeit vergangen ist, dann können Sie auch versuchen, Ihre Kinder abzulenken, indem Sie öfter gemeinsam übers Wochenende wegfahren oder auch am Abend gemeinsame Aktivitäten durchführen. Versuchen Sie, die Gedanken der Kinder zu zerstreuen.
- Bewahren Sie auf jeden Fall ein positives Bild von Ihrer Frau, damit die Kinder immer eine gute Erinnerung an ihre Mutter haben.