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Versteifung Sprunggelenk - Wissenswertes

Die Versteifung von oberem oder unterem Sprunggelenk ist immer dann zu erwägen, wenn eine Arthrose das Gelenk so weit zerstört hat, dass das Gehen entweder kaum oder nur unter großen Schmerzen möglich ist. Welche Ursachen eine Arthrose des Sprunggelenks haben kann und welche Verfahren zur Versteifung des Gelenks zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier.

Knöchelbrüche können zu einer Sprunggelenksarthrose führen.
Knöchelbrüche können zu einer Sprunggelenksarthrose führen.

Arthrose von oberem oder unterem Sprunggelenk

Falls bei Ihnen eine Arthrose von oberem oder unterem Sprunggelenk festgestellt worden ist, ist die Ursache wahrscheinlich eine alte Verletzung, die Sie sich möglicherweise vor langer Zeit einmal zugezogen haben. Dazu gehören nicht richtig ausgeheilte Bänderverletzungen und Sprunggelenksbrüche. In diesem Fall spricht man von einer posttraumatischen Arthrose.

  • Weitere Ursachen für Ihre Beschwerden im Sprunggelenk können Rheumaerkrankungen sein, ein Gelenkinfekt und auch ein Diabetes mellitus, der als Komplikation Sprunggelenk und Fußwurzelknochen in Mitleidenschaft ziehen kann.
  • Wenn Sie sich mit belastungsabhängigen Beschwerden am Sprunggelenk an einen Orthopäden wenden, wird dieser Sie nach alten Verletzungen und Vorerkrankungen fragen und die Beweglichkeit des Gelenks überprüfen.
  • An bildgebender Diagnostik kommen Röntgenaufnahmen, eine Computer- und evtl. auch eine Kernspintomografie auf Sie zu.
  • Wird eine Arthrose des Sprunggelenks festgestellt, hängt das weitere Vorgehen davon ab, wie sehr die Arthrose Ihnen Beschwerden verursacht. Bei leichten oder nur gelegentlichen Beschwerden wird man sich auf konservative Maßnahmen beschränken, indem Sie gelegentlich einmal ein Schmerzmittel nehmen oder auch spezielle Schuheinlagen tragen, die die Belastung des Sprunggelenks mindern.
  • Auch Spiegelungen des Sprunggelenks sind möglich, um Veränderungen durch die Arthrose zu beseitigen und Ihnen noch eine halbwegs schmerzfreie Zeit mit Ihrem Sprunggelenk zu verschaffen. Eine Heilung Ihrer Arthrose ist damit jedoch nicht möglich, sodass die Arthrosebeschwerden nach einer gewissen Zeit erneut auftreten werden und Ihr Orthopäde Ihnen eine Versteifung empfehlen wird.

Eine Versteifung kann durch verschiedene Verfahren erfolgen

Sind alle konservativen Maßnahmen gegen die Schmerzen durch eine Sprunggelenksarthrose ausgereizt, bleibt Ihnen als letzte Möglichkeit nur noch die Versteifung des Gelenks, damit ein schmerzfreies Gehen wieder möglich wird.

  • Die Versteifung sollte nicht noch jahrelang hinausgezögert werden, da ansonsten angrenzende Gelenke ebenfalls Arthrosen ausbilden und Ihnen zusätzliche Beschwerden bereiten.
  • Ihr Orthopäde wird Ihnen erklären, dass zur Versteifung verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung stehen. So kann die Versteifung durch offene Schnittoperationen durchgeführt werden, indem das obere Sprunggelenk mit dem unmittelbar darunter gelegenen ersten Fußwurzelknochen, dem Sprungbein, mit Schrauben oder Platten miteinander verblockt wird.
  • Alternativ kann eine Versteifung Ihres Sprunggelenks auch durch minimal-invasive Verfahren durchgeführt werden, indem z. B. über einen kleinen Schnitt an der Fußsohle ein Nagel über das Sprungbein bis in den unteren Anteil des Schienbeins eingeführt wird.
  • Welches Verfahren für Sie infrage kommt, hängt von den knöchernen Gegebenheiten, der verbliebenen Beweglichkeit des Gelenks und auch von der Weichteilsituation am Sprunggelenk ab, die durch Voroperationen und bei Diabetikern durch vorangegangene entzündliche Veränderungen gelitten haben kann.
  • Die knöcherne Heilung Ihrer Arthrodese beträgt ca. 12 Wochen. Wie der Belastungsaufbau erfolgt, hängt vom durchgeführten OP-Verfahren ab. Bei der Verwendung eines Nagels kann meist relativ schnell belastet werden, bei Platten und Schrauben wird die Vollbelastung meist erst nach Ausheilung der Arthrodese erreicht.
  • Rechnen Sie damit, dass Sie zunächst einen orthopädischen Schuh benötigen, bevor Sie nach ca. 6 Monaten wieder normale Konfektionsschuhe tragen können, in der Regel mit orthopädischen Einlagen.

Vermutlich werden Sie fürchten, dass Sie nach der Versteifung ein „lahmes“ Bein zurückbehalten werden. Sind Nachbehandlung und Schuhversorgung optimal, wird man Ihnen die Arthrose beim Gehen jedoch kaum anmerken.

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