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Versilbertes Metall reinigen - so geht's

Versilbertes Metall stellt beim Reinigen ein Problem dar, weil die Silberschicht nur sehr dünn ist und leicht weggeputzt werden kann. Mit entsprechender Umsicht können Sie dies beim Putzen von versilberten Metallen verhindern.

Putzen Sie das "Silber" nicht kaputt.
Putzen Sie das "Silber" nicht kaputt.

Was Sie benötigen:

  • Salzwasser
  • Alufolie
  • Silberschutztücher

Achtung, das verträgt versilbertes Metall nicht

  • Reinigen Sie versilbertes Metall nie mit Putzmitteln, die Schleifkörper enthalten, denn damit beschädigen Sie die Silberschicht bzw. entfernen diese ganz. Also verwenden Sie keine Putzsteine, flüssige Scheuermittel oder Ähnliches für versilbertes Besteck.
  • Nahezu alle Poliermittel enthalten feine Schleifpartikel, um das Metall auf Hochglanz zu bringen. Das ist nichts für versilbertes Metall.
  • Reiben Sie so wenig wie möglich und versuchen Sie nie, Flecken aus versilbertem Metall zu polieren. Diese Flecken sind meistens Stellen, an denen das Silber besonders dünn ist bzw. schon verschwunden ist. Sie würden die Flecken nur vergrößern.

Falsch gereinigtes, versilbertes Metall ist meist gelblich, weil nun die darunterliegende Messingschicht zu sehen ist. Gelblich verfärbtes "Silber" kann nur neu versilbert werden - Sie bekommen es durch Putzen nicht mehr schön.

So reinigen Sie mit Silber beschichtetes Material

Silber ist als Edelmetall eigentlich recht unempfindlich gegen Umwelteinflüsse. Lediglich Schwefel macht Silber zu schaffen. Es verbindet sich zu Silbersulfid und wird schwarz. Schwefel ist in der Luft enthalten (Schwefeldioxid) und in verschiedenen Lebensmitteln. Sie haben sicher schon mal gehört, dass man Eier nicht mit einem Metalllöffel essen darf oder Spargel nicht mit dem Messer schneiden. Beides bezieht sich auf Silber, das durch den Schwefel in diesen Lebensmitteln schwarz wird.

  1. Bei echtem Silber können Sie das Silbersulfid einfach anputzen. Versilbertes Metall können Sie so aber nicht reinigen, weil die Silberschicht zu dünn ist. Hier müssen Sie das Silbersulfid wieder in Silber verwandeln. Dazu legen Sie Alufolie in einen Topf mit heißem Salzwasser und dort hinein das Silber. Die Ionen in der Kochsalzlösung lösen den Schwefel aus der Silbersulfidverbindung. Da sich unedle Metalle leichter verbinden als edle, werden die Schwefelionen an dem Aluminium angelagert. Dieses verfärbt sich schwarz. Das Silber wird wieder zu reinem Silber und hell und glänzend. Dieses Verfahren eignet sich für echtes Silber und versilbertes Metall.
  2. Spülen Sie nun die Silberteile ab und trocken diese mit einem weichen Tuch. Vorsicht - nicht unnötig reiben. Bei Juwelieren gibt es Tücher, die eine feine Schicht auf das Silber auftragen und so erneutes Anlaufen verhindern. Damit können Sie auch versilbertes Metall abreiben.
  3. Heben Sie Silberteile immer in verschlossenen Schubladen auf und schlagen Sie diese in spezielle Tücher ein, die den Schwefel vom Silber fernhalten können.
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