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Versilbertes Besteck - worauf beim Ankauf zu achten ist

Wenn Sie versilbertes Besteck ankaufen möchten, ist das ein Risiko, wenn Sie sich nicht gut auskennen, denn der Ankauf sollte im Preis-Leistungs-Verhältnis natürlich lohnenswert sein. Es sei denn, Ihnen gefällt das vorgelegte Material derart gut, dass Sie aus ideologischen Gründen nicht auf den Ankauf verzichten möchten. Grundsätzlich wird versilbertes Besteck aber nach gewissen Materialgehaltsstufen unterteilt.

Echtsilber lässt sich erkennen.
Echtsilber lässt sich erkennen.

Versilbertes Material kann auch ein antikes Stück sein

  • Wenn Sie sich geschäftlich mit dem Ankauf von versilbertem Besteck beschäftigen möchten, sollten Sie sich die vierbändige Fachliteratur "Der Goldschmiede Merkzeichen" von Marc Rosenberg anschaffen, um genauestens über die verschiedenen Wertigkeiten von Altsilber, antiken Silberwaren, Neusilber und versilbertem Warengut informiert zu sein. Für eine Hobbysammlung allerdings wird diese umfassende Fachliteratur kaum erschwinglich sein.
  • Unterscheiden Sie beim Ankauf grundsätzlich, ob es sich um antikes, versilbertes Besteck oder eher um eine Neuware handelt. Antikes, versilbertes Besteck trägt meistens einen Halbmondstempel, der den Silbergehalt bescheinigt und wenn Sie beim Ankauf Wert auf deutsches, versilbertes Besteck legen, sollten Sie auch auf eine Punze mit einer Krone achten, die für Deutschland aufgedruckt ist.

Besteck wird mit Silber als Auflage hergestellt

  • Haben Sie schon einmal davon gehört, dass es 925iger Sterlingsilber gibt? Diese Legierung wurde im 12. bis 13. Jahrhundert als Tauschmaterial für das englische "Pfund Sterling" hergestellt. Da es sich um eine Legierung von 92,5% Feinsilber und nur zu 7,5% Feinkupfer handelt, gilt es auch heute noch als wertvoll, denn Silber ist inzwischen teuer geworden.
  • Der Kupferanteil ist notwendig, um dem Silber eine gewisse Festigkeit zu verleihen. Sterlingsilber werden Sie immer an dem Stempel mit dem Halbmond und der Krone erkennen können. Hinzu kommt noch eine wichtige Stempelmitteilung. Jede gut versilberte Ware wird den Silbergehalt ebenfalls durch einen Stempeldruck bekannt geben, wie zum Beispiel 999 oder 830. Dieser Aufdruck teilt Ihnen mit, mit welcher Silberauflage das Besteck versilbert worden ist.
  • Ein Aufdruck von 999 bedeutet eine Auflage von äußerst hochwertigem Silberanteil von 99,9%, das pro Kilogramm bis zu 590 € oder bei 830 mit einem 83,0%digen Silberanteil um 490 € pro Kilogramm kosten kann. Es gibt hochwertige Silberauflagen, von 80% bis 99,9%digen Silberanteil, die hin und wieder auch mit einer Lotangabe gekennzeichnet sind. 16 Lot versilbertes Besteck entspricht einer 99,9% Silberauflage und 13 Lot etwa einer 81%igen.
  • Die Lot-Kennzeichnungen ziehen sich von 16 Lot bis 10 Lot, wobei 10 die niedrigste Auflagenstufe eines hochwertigen Silbers ist, mit 65% Silberanteil und etwa 385 € pro Kilogramm. Einer der namhaften Echtsilberhersteller ist die Firma Peter Bruckmann & Söhne. Von diesen hochwertigen Silberwaren, ist zum Beispiel versilbertes Besteck mit einer Kennzeichnung von 90, 120 oder 150 zu unterscheiden, das teilweise nur 20,00 € pro kg kosten darf, wenn es um den Silberwert geht.

Der Ankauf unterscheidet zwischen Material- und Herstellerwert

  • Wie schon erwähnt sollten Sie beim Ankauf das vorgestellte "Echtsilber", das nur einen geringen Kupferanteil zur Verstärkung des Materials benötigt, von versilberter Ware unterscheiden, die, als Hartversilberung mit zum Beispiel 90g, 120g oder 150g Silber auf 24 dm² zu einer Zwölfer Besteckserie hergestellt worden ist.
  • Während früher ähnliche Auflagen auf eine "Alpacca" Grundform aufgelegt wurden, also einer Nickel-Zinnlegierung, wird sie heutzutage eher für eine Chrom-Nickel-Stahllegierung verwendet. Aus diesem Grunde ist versilbertes Besteck heutzutage wesentlich fester, sodass Sie sehr gut altes und neueres Besteck auseinanderhalten können.
  • Versilbertes Besteck, mit einem Stempelnachweis von 150 beweist daher schon eine recht gut versilberte Ware und sicherlich besonders, wenn Sie den namhaften Herstellernamen Robbe & Berking trägt, der in seine Besteckrücken nicht selten die verschiedensten Gewürze eingravieren ließ, doch besitzen diese versilberten Bestecke eher einen ideellen Wert statt eines Materialwerts.
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