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Vermieter überzeugen - Tipps für die Wohnungsbewerbung

Endlich die neue Traumwohnung gefunden? Dann gilt es, den Vermieter zu überzeugen, dass Sie genau der Richtige sind. Beachten Sie, dass Vermieter auf bestimmte Aspekte besonderen Wert legen und bauen Sie Ihre Persönlichkeit darauf auf.

Der Schlüssel zur neuen Wohnung?
Der Schlüssel zur neuen Wohnung?

Stellen Sie sich vor, Sie wären selbst Eigentümer einer Mietwohnung und möchten diese vermieten. Natürlich würden Sie auch nicht jeden Mietinteressenten akzeptieren, der gerne einziehen möchte. Sie treffen eine Auswahl und wählen denjenigen, der Ihnen sympathisch ist und von dem Sie glauben, er sei die beste Wahl.

Sehen Sie den Vermieter als Menschen mit Eigeninteressen

  • Solange Sie auf der Mieterseite stehen, obliegt es Ihnen, einen Vermieter von Ihrer Person zu überzeugen. Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Persönlichkeit und Ihre persönliche Situation die Entscheidungsgrundlage bestimmt, die den Vermieter in seiner Entscheidung für oder gegen Ihre Person beeinflusst.
  • Gehen Sie davon aus, dass der Vermieter bereits am Telefon darauf achtet, wie Sie sich melden, Ihr Anliegen vortragen und den ersten Besichtigungstermin abstimmen. Seien Sie also höflich und beantworten Sie erste Fragen so weit als möglich geduldig und zuvorkommend. Verschieben Sie komplexere Fragen in die persönliche Unterredung.
  • Wenn Sie zum Besichtigungstermin erscheinen, kommen Sie pünktlich. Lassen Sie den Vermieter nicht warten. Fahren Sie mit dem Auto vor, versperren Sie nicht gleich die Zufahrt oder parken auf dem Rasen vor dem Haus.

Überzeugen Sie mit Ihrer Persönlichkeit

  • Achten Sie auf Ihre äußere Erscheinung. Treten Sie gepflegt auf.  Rasieren Sie sich. Kleiden Sie sich adrett. Da Sie den Vermieter und seine persönliche Einstellung nicht kennen, vermeiden Sie alles, was provozierend oder wertmindernd sein könnte. Andernfalls können Sie sich den Termin gleich sparen.
  • Sprechen Sie nicht gleich am Anfang über die Konditionen. Besichtigen Sie die Wohnräume. Verzichten Sie auf herablassende oder allzu kritische Bewertungen, wenn Ihnen der eine oder andere Aspekt nicht gefällt, auch wenn Sie Grund für die Kritik hätten.
  • Antworten Sie auf Fragen des Vermieters möglichst konkret. Weichen Sie aus, erwecken Sie Misstrauen. Sie müssen wissen, dass Sie alle Fragen beantworten müssen, die auf die Gestaltung des Mietverhältnisses Einfluss haben und Ihre Persönlichkeitssphäre nicht beeinträchtigen.
  • Besteht Ihre Familie mithin aus 5 Kindern, lassen Sie die Rasselbande beim ersten Termin lieber zu Hause. Verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck vom Vermieter, sodass Sie in einem zweiten Termin auf seine Vorstellungen besser eingehen können.

Stellen Sie Ihre Bonität dar

  • Sie müssen und sollten Fragen zu Ihrer beruflichen Situation und Ihren Einkommensverhältnisses offen und ehrlich beantworten. Der Vermieter ist schließlich daran interessiert, in Erfahrung zu bringen, ob Sie die Miete auf Dauer werden bezahlen können oder ob er mit Unabwägbarkeiten rechnen muss.
  • Präsentieren Sie dem Vermieter eine Schufa-Eigenauskunft, die Sie für eine geringe Gebühr bei der Schufa beantragen können. Sie enthält nur die Daten, die für eine erste Einschätzung Ihrer Bonität wichtig sind, nicht aber Auskünfte über Ihre Girokonten, Kreditkarten oder Darlehenspflichten.
  • Achten Sie auf die Persönlichkeit des Vermieters. Ein vermittelnder Makler verfolgt auch eigene Interessen, während ein älterer Vermieter wenig Interesse daran hat, Sie mit Ihrer Rockband einziehen zu lassen.
  • Ist die Miete mit der Gartenpflege verbunden, überzeugen Sie den Vermieter, dass Sie in der Lage und gewillt sind, den Garten zu pflegen.
  • Ist die Wohnung sanierungsbedürftig, legen Sie dar, ob und inwieweit Sie in der Lage sind, die Sanierung in Eigenregie zu bewerkstelligen und wie Sie Ihre Leistungen mit der Miete verrechnen könnten.
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