Alle Kategorien
Suche

Verlustvortrag bei der Einkommensteuer berücksichtigen

Ein Geschäftsjahr mit einem Verlust abzuschließen ist ärgerlich. Das einzig Positive ist, dass man den Verlustvortrag bei der nächsten Einkommensteuer geltend machen kann. Abgabefrist für den Verlustvortrag eines Jahres ist Ende Mai des Folgejahres.

Verlustvortrag hat positiven Einfluss auf Steuern.
Verlustvortrag hat positiven Einfluss auf Steuern.

Verlustvortrag bei der nächsten Steuererklärung berücksichtigen

  • Ein Verlust für die Einkommensteuer kann real oder buchhalterisch sein.
  • Ein realer Verlust entsteht, wenn ein Kaufmann 20.000 Euro einnimmt, aber 25.000 Euro ausgibt. Dann entsteht ein Verlust von 5.000 Euro.
  • Ein buchhalterischer Verlust entsteht, wenn der Kaufmann 20.000 Euro einnimmt, 15.000 Euro ausgibt, und darüber hinaus noch 10.000 Euro an Abschreibungen auf sein Anlagevermögen hat. In diesem Fall entsteht auch ein Minus von 5.000 Euro hinsichtlich der Einkommensteuer, aber nicht real.
  • Der Kaufmann startet also mit einem negativen Einkommen in das nächste Geschäftsjahr. Um das steuerlich zu dokumentieren, wird ein Verlustvortrag vorgenommen. 
  • Der Verlustvortrag muss bis zum 31.5. des folgenden Jahres beim Finanzamt gemeldet werden. 

Vorjahresverluste mindern Einkommensteuer im laufenden Jahr

  • Der Verlustvortrag wird auf Seite vier des Mantelbogens zur Einkommsteuer in den Zeilen 92 und 93 beantragt.
  • Der Verlustvortrag mindert auf jeden Fall die Einkommensteuer im laufenden Jahr. Es werden aber alle positiven Einkünfte, auch Zinsen und Mieterträge mit den Verlusten verrechnet. 
  • Übersteigt der Verlustvortrag wiederum die Summe aller positiven Einnahmen, kann er weiter fortgeschrieben werden.
Teilen: