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Verkaufspferde - dies sollten Sie beim Probereiten beachten

Wenn Sie sich ein Pferd kaufen möchten, haben Sie eine große Auswahlmöglichkeit, denn Verkaufspferde gibt es mittlerweile sehr viele. Das Passende zu finden, gestaltet sich jedoch als nicht ganz so einfach. Sie sollten Die Verkaufspferde unbedingt zur Probe reiten, um herauszufinden, welches Tier zu Ihnen passt.

Das Probereiten ist bei der Wahl eines Pferdes sehr wichtig.
Das Probereiten ist bei der Wahl eines Pferdes sehr wichtig. © Templermeister / Pixelio

Kriterien für die Beurteilung der Verkaufspferde

Wenn Sie ein Pferd suchen, sollten Sie zunächst eine Vorauswahl der angebotenen Verkaufspferde treffen, bevor Sie bestimmte Tiere zur Probe reiten.

  • Informieren Sie sich zunächst über die Eignung der entsprechenden Pferde, denn hier werden Sie bereits einige Tiere aussortieren können, wenn diese nicht für Ihre Sparte des Reitsports geeignet sind.
  • Die Abstammung dieser Verkaufspferde ist ebenfalls nicht unwichtig, denn häufig sagt auch diese schon viel über das Vermögen und den Charakter bzw. das Temperament der Tiere aus.
  • Rein optisch können Sie auch die Pferde beurteilen, denn das beste Pferd wird Sie nicht glücklich machen, wenn es Ihnen nicht auch gefällt. Andersherum muss ein solches Tier wiederum zu Ihnen passen, denn nur die Optik allein macht ein gutes Reitpferd nicht aus.
  • Schauen Sie sich den Gesichtsausdruck der Pferde an. Dieser sollte aufgeschlossen und freundlich sein. Sind sie eher zurückhaltend oder gar schreckhaft, deutet dies auf unschöne Erfahrungen in der Vergangenheit hin. Bei solchen Tieren können Sie mit Problemen im Umgang rechnen.
  • Wählen Sie auch nur Verkaufspferde für das Probereiten aus, deren Ausbildungsgrad Ihrem persönlichen Können entspricht. Es macht wenig Sinn, als unerfahrener Anfänger ein für bereits höhere Klassen ausgebildetes Pferd zu wählen, da Sie dieses nicht entsprechend reiten können werden. Allerdings sollten Sie in diesem Fall auch kein noch rech rohes Pferd kaufen, denn die Ausbildung gehört in die Hand eines erfahrenen Ausbilders.

Hierauf sollten Sie beim Probereiten achten

  • Haben Sie sich für ein Pferd entschieden, welches Sie zur Probe reiten möchten, sollten Sie sich dieses zunächst einmal in der Box zeigen lassen, damit Sie sich mit dem Tier persönlich bekannt machen können. Achten Sie dabei auf Ihren ersten Eindruck, wie es auf Sie reagiert, das Bauchgefühl ist meist ein erstes wichtiges Zeichen, ob Sie und das Pferd zusammenpassen.
  • Satteln und trensen Sie es auch möglichst selber auf oder schauen zumindest genau dabei zu und achten auch hierbei auf sein Verhalten. Macht es bereitwillig das Maul auf, um das Gebiss aufzunehmen? Ein sicheres Zeichen für einen korrekten Umgang und keine schlechten Erfahrungen.
  • Führen Sie das Pferd zunächst der Hand neben sich her, bevor Sie langsam und vorsichtig aufsitzen. Wie fühlen Sie sich auf seinem Rücken? Meist bekommt man sofort ein Gefühl vermittelt, ob man sich wohlfühlt oder das Tier nicht wirklich zu einem selber passt.
  • Überprüfen Sie Ihr Gefühl dann im Schritt, lassen Sie das Tier fleißig schreiten. Geben Sie ihm die Möglichkeit, sich ebenfalls an den unbekannten Reiter zu gewöhnen, loben und klopfen Sie es immer wieder aufmunternd. Reiten Sie bereits erste Wendungen am lockeren Zügel, nur mit Gewichts- und Schenkelhilfen eingeleitet.
  • Nachdem Sie die Zügel ganz aufgenommen und das Pferd leicht gestellt haben, beginnen Sie, dieses ganz normal zunächst in Trab und später auch im Galopp zu lösen, es vorwärts abwärts zu reiten. Hierbei achten Sie auf die Feinfühligkeit im Maul, das Pferd sollte bereits auf leichte Paraden reagieren und sich willig stellen lassen.
  • Achten Sie auch darauf, ob es sich leicht biegen und an die Hilfen heran reiten lässt.
  • Wie kommen Sie mit dem Schwung des Verkaufspferdes zurecht? Können Sie diesen gut sitzen oder verlangt er Ihnen ein zu hohes Maß an Elastizität ab?
  • Tritt das Pferd fleißig von hinten unter oder ist eher triebig? Nicht jeder Reiter kommt mit einem sehr triebigen Pferd zurecht. Zudem sollten gute Dressurpferde einen ausgeprägten Fleiß von Natur aus mitbringen, da dieser bei den später folgenden, schweren Lektionen benötigt wird.
  • Wie kommen Sie mit der Galoppade zurecht? Sind Sie in der Lage, diese ruhig zu sitzen und das Pferd von hinten an den Zügel zu treiben?
  • Wie reagiert das Pferd auf Sie? Ist es aufmerksam und stet leicht an den Hilfen oder haben Sie Schwierigkeiten in der Kommunikation, kommen Sie mit Ihren Hilfen nicht durch?
  • Versuchen Sie, je nach Ausbildungsstand des Verkaufspferdes entsprechend Lektionen zu reiten, wenn Sie beide zusammenpassen, sollten Sie diese reiten können.
  • Werfen Sie auch einen Blick in den Spiegel. Wie sehen Sie zusammen als Paar aus? Passt das Größenverhältnis?
  • Nach Möglichkeit sollten Sie auch ein paar Meter ins Gelände gehen können, um das Verhalten des Pferdes dort zu überprüfen, denn sicher werden Sie auch in Ihrem Heimatstall mit Ihrem Pferd ins Gelände gehen wollen.

Sie müssen sich auf Ihrem Pferd wohlfühlen und ein harmonisches Zusammenspiel sollte unbedingt möglich sein, wenn Sie mit dem Tier auf Dauer glücklich sein möchten.

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