In vielen Gegenden enthält das Trinkwasser solche Mengen an Kalk, dass Haushaltsgeräte, egal ob Kaffeemaschine, Spülmaschine oder Wasserkocher, und auch die Armaturen an der Spüle relativ schnell verkalken. Abhilfe gegen derartige Verkalkungen schaffen hier professionelle Entkalker und Reiniger, aber auch Hausmittel.
- 14.07.2011 Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Zutaten hängen ab von der gewählten Methode und dem Haushaltsgerät:
- Entkalker
- Zitronensaft oder Zitronensäure
- Essig bzw. Essigessenz
So werden Sie Verkalkungen an Haushaltsgeräten wieder los
Verkalkungen kann man grundsätzlich mit Säuren zu Leibe rücken, beispielsweise Essig, Zitronensaft, aber auch Salzsäure in haushaltsüblichen Verdünnungen. Auch die in Drogeriemärkten angebotenen Entkalker arbeiten auf dieser Basis. Je nach Dicke und natürlich abhängig vom Haushaltsgerät bieten sich unterschiedliche Methoden an:
- Kaffeemaschinen entkalken Sie am besten mit einem gekauften, flüssigen Entkalker. Leider vertragen viele Kaffeemaschinen es nicht, wenn man dem Kalk in ihrem Inneren mit Zitronensaft oder Essig zu Leibe rücken will. Die Gummidichtungen werden hart und damit porös. Flüssig-Entkalker hat gegenüber kristallinem oder pulvrigem Entkalker den Vorteil, dass es sich nach Anleitung auf der Flasche in dem dafür benötigten Wasser schneller auflöst. Nach dem Entkalken sollten Sie unbedingt noch 2 Kannen heißes Wasser durch die Maschine laufen lassen.
- Schauen Sie in der Anleitung nach, ob Sie auch Essig oder Zitronensaft für das Lösen von Verkalkungen nutzen können. Auch hier gilt: Lösen Sie 3-4 Esslöffel Essigessenz oder Zitronensaft in 1/2 l warmem Wasser, füllen Sie die Mischung in die Kaffeemaschine und lassen Sie sie zur Hälfte durchlaufen. Dann warten Sie 15 Minuten, bevor Sie den Rest durchlaufen lassen. Nachspülen wie oben angegeben.
- Elektrische Wasserkocher lassen sich bedenkenlos mit Essig oder Zitronensaft reinigen. Befüllen Sie den Kocher mit Wasser und geben Sie den Zitronensaft zu. Kochen Sie das Wasser auf und lassen Sie die Mischung noch einen Moment stehen, bis sich die Verkalkungen gelöst haben. Kochen Sie noch einmal Wasser nach.
- Auch in Spülmaschinen sitzen oft Verkalkungen. Hierfür gibt es professionelle Reiniger, die man als Fläschchen in die Spülmaschine stellt und einen Durchlauf startet. Gleichzeitig werden damit auch Fettreste und Ähnliches beseitigt. Oft genügt es jedoch schon, eine Zitrone in Scheiben in die Besteckschublade zu legen und die Maschine ohne Geschirr durchspülen zu lassen. So entfernt man übrigens auch unangenehme Gerüche aus der Spülmaschine.
- Hat sich Kalk auf den Armaturen in Küche und Bad abgesetzt, verpasst man ihnen einen Säurewickel. Dazu tränken Sie ein Küchentuch oder einen saugfähigen Lappen mit Essig und umwickeln die Armaturen damit. Lassen Sie den Wickel einige Zeit einwirken, dann bürsten Sie die Verkalkungen mit warmem Wasser einfach weg. Bei hartnäckigen Verkalkungen müssen Sie den Prozess wiederholen.
- Kalkablagerungen können auch im Toiletten- oder Waschbecken ein Problem sein. Hier sollte man verdünnte Salzsäure (Baumarkt) einsetzen bzw. einwirken lassen und die betroffenen Stellen dann gründlich abschrubben. Leider muss man an hartnäckigen Stellen oft nacharbeiten.