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"Verkäufermarkt" - Beispiel und einfache Erklärung des Begriffs

Das Angebot und die Nachfrage bestimmen die jeweilige Marktsituation. Da beide Umstände nie in der gleichen Intension stattfinden, spricht man entweder vom Käufermarkt oder vom Verkäufermarkt. Anhand eines praxisbezogenen Beispiels lässt sich der Unterschied ganz einfach erklären.

Angebot und Nachfrage bestimmen die Marksituation.
Angebot und Nachfrage bestimmen die Marksituation.

Der Verkäufermarkt - eine optimale Situation für Unternehmen

Wie sich die Marktsituation entwickelt, wird vom Angebot und der Nachfrage bestimmt. Beim Verkäufermarkt verhält es sich so, dass das Angebot geringer ist als die Nachfrage, wovon das jeweilige Unternehmen profitiert.

  • Der Verkäufermarkt ist die optimale Marktsituation für Unternehmen, denn durch den hohen Bedarf können sie beispielsweise auf große und kostspielige Werbeaktionen verzichten.
  • Hinzu kommt, dass das Absatzrisiko zu diesem Zeitpunkt sehr gering ist, da die Kaufentscheidung der Kunden schnell erfolgt.
  • Außerdem wirkt sich dieser Umstand auch auf den Preis der Produkte aus, den ein Unternehmen bei hoher Nachfrage zu seinen Gunsten anheben kann.
  • Dennoch sollten Unternehmen, die durch den Verkäufermarkt bevorteilt sind, die Marktsituation stets aufmerksam beobachten.

Beispiele für Marktsituationen

Bei einem vorherrschenden Verkäufermarkt bestimmt der Verkäufer das Marktgeschehen. Anhand des Ölbedarfes kann man die beiden Marktsituationen "Käufermarkt" und "Verkäufermarkt" einfach und deutlich aufzeigen.

  • Sie können, zum Beispiel, die schwankenden Ölpreise in den Medien verfolgen. Droht eine Ölknappheit, so steigen auch die Preise für den Rohstoff, denn das Angebot ist in diesem Fall geringer als die Nachfrage. Demzufolge herrscht ein Verkäufermarkt vor.
  • Sind die Öllager dagegen hinreichend gefüllt, sinkt der Preis in der Regel auch wieder, weil eine Bedarfsdeckung vorliegt. Diese Marktsituation zeigt Ihnen den Käufermarkt auf.

Der Verkäufermarkt und der Käufermarkt sind zwei völlig gegensätzliche Marktsituationen. Herrscht beispielsweise ein Verkäufermarkt, dann bestimmt auch der Verkäufer die Vertragsbedingungen, Preise, Zahlungsmodalitäten, Liefervereinbarungen sowie die Handelszeiten- und Orte. Bei einem Käufermarkt befindet sich der Käufer in einer taktisch besseren Position, denn es besteht ein Käuferüberhang. Heutzutage herrscht größtenteils ein Käufermarkt vor.

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