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Verdient ein Papst Geld?

Dass die katholische Kirche viele Reichtümer besitzt, ist bekannt. Aber verdient der Papst eigentlich Geld? Muss er im Vatikan Miete zahlen? Oder wovon lebt ein Papst eigentlich?

Der Papst zahlt im Vatikan keine Miete.
Der Papst zahlt im Vatikan keine Miete.

Der Papst arbeitet, verdient aber kein Geld 

Manager haben Spitzengehälter und jeder, der eine Leistung im Arbeitsleben erbringt, möchte dafür auch entlohnt werden. Bei dem höchsten "Manager" der katholischen Kirche hingegen ist alles ein bisschen anders.

  • Der Papst verdient kein Geld. Das heißt, er wird für seine Dienste nicht monatlich mit einer Zahlung auf ein Gehaltskonto bezahlt.
  • Der Papst zahlt in keinerlei Rentenkasse ein. Denn normalerweise wird ein Papst von den Kardinälen auf Lebenszeit gewählt. Deshalb benötigt er keine Rentenzahlungen, die ihm sein Leben nach dem Amt finanziert.
  • Tritt ein Papst zurück, wie es Papst Benedikt getan hat, kommt der Vatikan auch weiterhin für sein Leben auf.
  • Der Vatikan kommt für sämtliche Kosten des Papstes auf, sodass er kein eigenes Geld braucht. Es ist ihm sogar verboten, während seiner Amtszeit Reichtümer anzusammeln.
  • Essen, Trinken, Kleidung und Kosten für die Gesundheitsversorgung werden ebenfalls vom Vatikan getragen.
  • Wenn der Papst auf Reisen geht, ist ebenfalls für alles gesorgt. Der Papst besitzt auch in der Regel kein eigenes Portemonnaie.
  • Auch Miete muss der Papst für seine privaten Räume im Vatikan nicht bezahlen. Genauso wenig wie für das päpstliche Personal, das sich um alle Belange des Heiligen Vaters kümmert.

Auch wenn der Papst kein Geld verdient, kann es sein, dass er bereits vor seiner Wahl zum Papst eigenes Vermögen besitzt. Dieses Vermögen kann er verwenden, wie er es möchte.

Bücher und Vorträge - die etwas weltlichere Arbeit des Papst

Neben Gottesdiensten und hohen kirchlichen Tätigkeiten schreiben heutige Päpste auch Bücher und halten Vorträge.

  • Wenn der Papst ein Buch schreibt, können Sie das Werk in der Regel auch im Buchhandel kaufen. Wie jedem anderen Autor auch stehen dem Papst Tantiemen, d.h. Geld für seine verkauften Bücher zu.
  • Also verdient der Papst mit dem Schreiben von Büchern Geld. Dieses Geld spendet der Papst vollständig für wohltätige Zwecke. Denn er darf ja kein Vermögen erwirtschaften, solange er im Amt ist.
  • Das Gleiche gilt, wenn der Papst Vorträge hält und dafür bezahlt wird. Auch dieses Geld wird wohltätigen Zwecken zugeführt.
  • Der Papst verdient zwar kein Geld, er hat aber eine eigene Bank. Das "Istituto per le Opere di Religione" - Institut für die religiösen Werke - erwirtschaftet einen jährlichen Gewinn von einigen Millionen Euro im Jahr. Auch dieses Geld behält der Papst nicht für sich, sondern stellt es dem Haushalt des Vatikans zur Verfügung.

In früheren Zeiten haben die Päpste nicht immer so bescheiden gelebt. Sie haben zum Beispiel große, prunkvolle Kapellen erbauen lassen, die sehr kostspielig waren. So zum Beispiel Papst Sixtus IV., der die Sixtinische Kapelle erbauen ließ.

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