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Velomobil gebraucht kaufen - darauf sollten Sie achten

Velomobile sind zwar gefragt, werden aber dennoch meist in Kleinstserien gefertigt. Das bringt nicht nur ziemlich stolze Preise mit sich, sondern häufig auch Wartezeiten. Es sei denn, Sie kaufen eines gebraucht.

Im Detail braucht das Velomobil die gleiche Ausstattung wie ein Fahrrad.
Im Detail braucht das Velomobil die gleiche Ausstattung wie ein Fahrrad.

Das schnellste Fahrrad, das man sich nur vorstellen kann - durchaus geeignet für tägliche Wege in zweistelligen Kilometerzahlen, ohne Ärger mit den steigenden Benzinpreisen. Warauf sollten Sie achten, wenn Sie ein Velomobil gebraucht kaufen?

Mindestanforderungen an ein gebraucht gekauftes Velomobil

  • Ein Velomobil ist eigentlich ein Fahrrad, und nach den Qualitätsmaßstäben, die für ein Fahrrad gelten, sollte ein gebraucht gekauftes Velomobil zunächst auch geprüft und beurteilt werden.
  • Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) setzt in mehreren Paragrafen die technischen Voraussetzungen fest, die ein verkehrstaugliches Fahrrad (und damit auch Ihr neues Velomobil) erfüllen sollte.
  • Das Fahrmobil muss demnach eine laute Klingel haben und mit zwei unabhängig voneinander wirkenden Bremssystemen ausgestattet sein. Normalerweise sind das die Vorderradbremse und die Hinterradbremse, bei einer Rücktrittsbremse ist für bestimmte Bauarten strittig, ob sie ebenfalls als Bremssystem gewertet werden kann.
  • Außerdem muss auch ein Velo über eine Lichtmaschine beleuchtet werden, mit Frontstrahler und Heckstrahler. Für Rennradfahrer gibt es bestimmte Erleichterungen in Bezug auf die Beleuchtung. Ob das für Ihr gebraucht gekauftes Modell zutrifft, müsste Ihnen der Verkäufer sagen können.
  • Dann sind noch verschiedene weiße und rote Strahler vorgeschrieben. Inwieweit die Bauart einer besonderen Form des Leichtfahrrads diese indirekten Beleuchtungen eingebracht hat, müsste sich aus der Herstellerbeschreibung entnehmen lassen.
  • Bei einem normalen Fahrrad gibt es noch eine Menge an weiterem Zubehör, das nicht in der StVZO vorgesehen ist, aber dennoch der Verkehrssicherheit und der Bequemlichkeit dient, zum Beispiel einen Schutz vor Wasser, eine Möglichkeit, Gepäckträger unterzubringen, eventuell ein integriertes Schloss und so weiter. Wenn Sie sich das erste Velomobil kaufen, wird es schwierig für Sie, zu übersehen, was an diesem Leichtfahrzeug eigentlich alles vorhanden sein müsste, damit es komfortabel zu benutzen ist. Deshalb sollten Sie auf jeden Fall die Unterlagen einsehen, die der Hersteller zur Beschreibung mitgibt. Wahrscheinlich werden Sie nur so als Neuling den Originalzustand des Fahrzeugs nachvollziehen können.

Abgrenzung des Velomobils zu anderen Leichtfahrzeugen

  • Wenn Sie ein Dreiradfahrzeug gebraucht kaufen, sollten Sie sich jedoch gründlich vergewissern, dass das, was Sie da gerade kaufen, wirklich ein Velomobil ist.
  • Denn die Definitionen werden häufig recht frei gehandhabt, und unter diesem Begriff werden häufig auch ganz andere Leichtfahrzeuge gehandelt, weil der Verkäufer meint, das Wort Velomobil errege Verkaufsinteresse.
  • Die Fahrzeuge sind vielleicht sogar mit einem Verbrennungsmotor oder einem Elektromotor ausgestattet und werden damit nach Fahrzeug-Zulassungsverordnung als Leichtkraftfahrzeuge eingestuft. Damit brauchen diese Fahrzeuge ein Versicherungskennzeichen, wenn auch keine Zulassung oder Hauptuntersuchung.
  • Diese Leichtkraftfahrzeuge können je nach Konstruktion, Antrieb und Höchstgeschwindigkeit manchmal ohne Führerschein gefahren werden, manchmal sind jedoch verschiedene Führerscheinklassen bis hin zum Pkw-Führerschein einer bestimmten Klasse Voraussetzung für den Betrieb.
  • Auch deshalb ist es wichtig, dass Sie anhand der Originalunterlagen des Herstellers nachvollziehen können, was Sie da eigentlich gebraucht kaufen. Denn davon hängen noch einige weitere Folgen ab. Zum Beispiel ist die erlaubte Ausstattung je nach Einstufung des Fahrzeugs ganz unterschiedlich. Ein Velo, das als Fahrrad durch die Gegend fährt, darf z. B. nicht mit einem Blinker ausgestattet werden; ein Fahrzeug anderer Klassen muss dagegen unbedingt einen haben.


Bei einem gebrauchten Leichtfahrzeug sollten Sie sich natürlich auch genau versichern, dass es nicht in einen Unfall verwickelt war, bei dem der Rahmen verzogen wurde. Achten Sie auf Schweißstellen, untersuchen Sie den ganzen Aufbau gut auf Haarrisse. Wenn der Verkäufer behauptet, das Fahrzeug sein unfallfrei, sollten Sie ihn bitten, Ihnen das schriftlich zu geben.

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