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Vaterschaftsurlaub - wie lange Sie ihn nehmen können und anderes Wissenswertes

In Deutschland gibt es zwar keinen ausdrücklichen gesetzlichen Anspruch auf Vaterschaftsurlaub, aber das Gesetz zum Elterngeld trifft keine Unterscheidung zwischen den Eltern. Unter welchen Bedingungen können Sie sich wie lange freistellen lassen?

Vaterschaftsurlaub können Sie längstens für drei Jahre nehmen.
Vaterschaftsurlaub können Sie längstens für drei Jahre nehmen. © Peter_Smola / Pixelio

Wie lange kann man Vaterschaftsurlaub nehmen?

  • Insgesamt können Sie als Eltern bis zu drei Jahre in Elternzeit gehen, wobei die ersten beiden Jahre direkt an die Geburt anschließen müssen. Das dritte Jahr können Sie sich aufheben und bis zum 8. Geburtstag des Kindes nehmen.
  • Um keine Ansprüche auf Elterngeld zu verschenken, müssen Sie bereits zu Beginn Ihrem jeweiligen Arbeitgeber verbindlich mitteilen, wer von Ihnen wie lange pausieren möchte. Denn wenn Sie den Vaterschaftsurlaub zum Beispiel nur für ein Jahr beantragen, haben Sie ohne Zustimmung Ihres Arbeitgebers nach Ablauf keinen Anspruch auf Verlängerung.
  • Die Höhe des Elterngeldes, das Sie im Vaterschaftsurlaub als Lohnersatzleistung erhalten, liegt zwischen 300 und 1.800 € monatlich, abhängig von Ihrem bisherigen Einkommen.
  • Nebenbei dürfen Sie bis zu 30 Stunden wöchentlich eine Nebenbeschäftigung ausüben, deren Verdienst jedoch auf das Elterngeld angerechnet wird.
  • Falls Sie in einem Unternehmen mit mehr als 15 Mitarbeitern beschäftigt sind, haben Sie sogar Anspruch auf Teilzeitarbeit, falls nicht dringende betriebliche Gründe ausnahmsweise entgegenstehen.


Frist bei der Antragstellung beachten

  • Im Hinblick auf Ihren Kündigungsschutz, der vor der Geburt einsetzt und so lange besteht, wie Sie sich im Vaterschaftsurlaub befinden, müssen Sie sich frühzeitig Gedanken um die Zeitplanung machen und Ihren Arbeitgeber im richtigen Moment informieren.
  • Bis zu 8 Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin sind Sie regulär kündbar, erst dann greift der besondere Kündigungsschutz ein.
  • Sie müssen Ihrem Arbeitgeber allerdings mindestens 7 Wochen vor Antritt des Vaterschaftsurlaubs Ihren Freistellungswunsch mitteilen. Denken Sie also daran, das Schreiben an Ihren Arbeitgeber genau in der 8. Woche abzusenden, und lassen Sie sich zu Beweiszwecken den Empfang schriftlich bestätigen.
  • Sollten der errechnete Termin und die tatsächliche Geburt so weit auseinander liegen, dass die Fristen nicht gewahrt sind, wenden Sie sich an Ihre Elterngeldstelle.

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