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Vaterschaftstest in der Biologie - eine Erklärung der Funktionsweise

Mit einem Vaterschaftstest soll herausgefunden werden, ob der Mann, welcher für das Kind aufkommt, dieses auch wirklich gezeugt hat. Diesen Tests geht häufig ein Streit zwischen der Mutter und ihrem Partner oder auch mehreren Vätern voraus. Der Test hat in der Biologie des Menschen seinen Ursprung.

Auch uneheliche Väter haben ein Recht auf ihr Kind.
Auch uneheliche Väter haben ein Recht auf ihr Kind.

Ein Vaterschaftstest wird in der Regel von einem Gericht angeordnet. Eine Mutter oder ein Vater kann diesen jedoch auch privat in Auftrag geben, um Gewissheit zu haben. Der Test kann auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden. Bis vor einigen Jahren mussten sich der Vater, die Mutter und auch das Kind einem Bluttest unterziehen. Dank der modernen Analysemöglichkeiten reicht heute ein Speicheltest aus, um eine Vaterschaft festzustellen oder auszuschließen.

In der Biologie kann die Verwandtschaft zweier Menschen nachgewiesen werden

  • In der Biologie ist es möglich, die Verwandtschaft von zwei Menschen nachzuweisen. Am häufigsten wird dies im Streit um eine Vaterschaft angewandt. Aber auch zum Abgleich von genetischen Spuren in der Kriminalistik finden derartige Vergleiche von genetischem Material Anwendung.
  • Ein Vaterschaftstest wird durchgeführt, indem das genetische Material des Vaters mit dem des Kindes und idealerweise auch mit dem der Mutter verglichen wird. Zu diesem Zweck kann eine Blutabnahme erfolgen oder es wird eine Speichelprobe verwendet. Im Labor werden die Proben dann miteinander abgeglichen.
  • Da wir Menschen alle einer Art - dem Homo sapiens - angehören, wird der Test aus Sicht der Biologie erst dann eindeutig, wenn ausreichend viele Merkmale bestimmt werden. Einige wenige können ausreichen, wenn einer der potenziellen Väter beispielsweise Europäer und der andere Afrikaner ist. Oftmals wird man es dem Kind gleich nach der Geburt ansehen, denn bei den meisten Kindern setzt sich die dunkle Hautfarbe durch. Beim Test sind nicht viele Marker für ein eindeutiges Ergebnis notwendig.
  • Sind beide potenziellen Väter beispielsweise blond und blauäugig, sollten im Labor mehrere hundert Marker bestimmt werden, um ein eindeutiges Ergebnis zu erzielen.
  • Besonders schwer wird die Bestimmung des Vaters, wenn zwei Männer infrage kommen, die als eineiige Zwillinge geboren wurden. Mitunter kann auch die Bestimmung von eintausend oder mehr Markern die Frage einer Vaterschaft nicht eindeutig klären.

Ein Vaterschaftstest ist eine unangenehme Angelegenheit

  • Sollten Sie mit einem Vaterschaftstest konfrontiert werden, gehen diesem oftmals unangenehme Auseinandersetzungen voraus. Blockieren Sie die Untersuchung nicht, sondern zeigen Sie die Bereitschaft zur Mitarbeit. Schließlich geht es um das Leben eines kleinen Kindes, welches nichts dafür kann, dass seine Mutter nicht weiß, wer der Vater ist.
  • Die Gesetzeslage wird in Deutschland in gewissen Abständen zum Wohle der Väter geändert. Hatte die Mutter noch bis vor einigen Jahren nach einer Trennung vor allem dem unehelichen Vater gegenüber mehr oder weniger das Recht zur Selbstbestimmung über das Kind, werden die Rechte leiblicher Väter heute immer weiter gestärkt, auch dann, wenn das Kind unehelich auf die Welt kam und die Mutter mit einem anderen Mann zusammenlebt.

Der leibliche Vater des Kindes muss diesem bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit Unterhalt zahlen, bekommt aber auch ein Umfangsrecht, welches er nutzen kann, um ein gutes Verhältnis zu dem Kind aufzubauen.

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