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Vanille-Pflanze - die Pflege und Vermehrung gelingt Ihnen so

Die Pflege der Vanille-Pflanze ist wichtig, wenn Sie sie im eigenen Garten züchten möchten. Dann können Sie die Schoten ernten und für Back- und Kochrezepte nutzen.

Die Vanille-Pflanze sieht unscheinbar aus, hat aber orchideenartige Blüten.
Die Vanille-Pflanze sieht unscheinbar aus, hat aber orchideenartige Blüten.

Vanille im Garten - Tipps fürs Anpflanzen und die Vermehrung

Vanille wird vielfältig verwendet. Sie können mit dem Extrakt aus den Schoten backen und Süßspeisen würzen oder Eis herstellen. Sie können sich die braunen Schoten auch im heimischen Garten züchten. Mit der richtigen Pflege rankt die Vanille-Pflanze kräftig und hoch. Da sie hauptsächlich aus den tropischen Regionen des amerikanischen Kontinents stammt, braucht sie bestimmte Bedingungen.

  • Vanille verträgt keine Staunässe und braucht dennoch einen immer leicht feuchten Boden. Das können Sie am besten mit einem selbst gemischten Pflanzsubstrat verwirklichen. Nehmen Sie 2/3 Pinienrinde (in kleinen Stücken) und 1/3 Pflanzerde (keine Torf-Blumenerde).
  • Da die Vanille zur Familie der Orchideen gehört, können Sie auch Orchideenerde verwenden und sie mit Orchideendünger regelmäßig (einmal monatlich) pflegen.
  • Sie können die Pflanze nicht über die Schoten oder das Extrakt aus den Schoten vermehren. Es gibt auch keine Samen. Sie brauchen sozusagen eine Mutterpflanze, denn Vanille wird über Stecklinge vermehrt. Dafür eignen sich sowohl Kopfstecklinge von den Ranken als auch Stecklinge von den Wurzeln.
  • Gießen Sie die Stecklinge und später auch die daraus entstandenen Sprösslinge mit lauwarmem und entkalktem Wasser. Kalkhaltiges Wasser vertragen sie nicht gut.
  • Sie sollten sich die Vanille nicht im Zimmer halten. Sie wird, wenn überhaupt, erst nach Jahren zu blühen beginnen und trägt eventuell gar keine Früchte.

Pflege - die Vanille mag es sommerlich warm

  • Benutzen Sie Substrat statt Erde, um die Vanille in den Boden zu setzen. Im Gartenbeet sollten Sie möglichst eine dicke Substratschicht unter die Wurzeln geben und die Erde um die Pflanze herum mit Sand und Substrat auflockern und durchlässig machen. So kann keine Staunässe entstehen.
  • Vor allem rankt die Pflanze gern, deshalb sollten Sie sie vor ein Rankgitter setzen oder ihr eine andere Rankstütze zur Seite stellen.
  • Sie können sie auch in hängende Blumentöpfe setzen oder hoch oben stehende Körbe damit begrünen, dann rankt die Vanille nach unten.
  • Vanille mag es sommerlich hell und warm, aber eher tropisch mit einer angenehmen Feuchtigkeit. Draußen ist deshalb die beste Pflege, die Blätter regelmäßig mit kalkfreiem Wasser zu besprühen.
  • Vermeiden Sie direkte, volle Sonneneinstrahlung, das mag sie nicht so gern. 
  • Sollten die Wurzeln oder der Stamm unten zu faulen beginnen, dann hatte die Pflanze Staunässe, die sie nicht verträgt. Sie können sie gesund pflegen, wenn Sie sie sofort umtopfen und nur Substrat verwenden, sodass die Wurzeln erst einmal trocken stehen und trocknen können. Gießen Sie dann erst einmal ein paar Tage nicht, damit sie sich erholen kann.
  • Bei vertrockneten Blättern sollten Sie Ihren Gießturnus überprüfen und den Standort noch einmal checken. Zu pralle Sonne verbrennt die Blätter und zu wenig Wasser lässt sie schlicht vertrocknen. Die richtige Pflege ist dann zuerst gießen und die Blätter besprühen, danach regelmäßiges, aber nicht übermäßiges Gießen.

Gutes Gelingen!

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