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UV-Kleber lösen - so klappt's

Klebstoffe haben in der vergangenen Zeit eine rasche Entwicklung vollzogen und einiges an Forschung erfahren. Sie können dabei sogar einen Superkleber aus Milch herstellen - doch ist meist nicht die Herstellung das Problem, sondern eher das Lösen der verklebten Gegenstände.

Sogennante Superkleber müssen mit speziellen Methoden entfernt werden.
Sogennante Superkleber müssen mit speziellen Methoden entfernt werden.

Was UV-Kleber ist

  • UV-Kleber gehören zunächst zu den sogenannten Superklebern. Diese arbeiten über vernetzte und langkettige Polymere, was ihnen eine äußerste Belastbarkeit unter größten Druckverhältnissen beschert.
  • Gerade diese Polymerverbindungen sind es dabei, die das Lösen von Superklebern so pikant machen können.
  • Diese Klebstoffe sind dabei auch bei den meisten Außentemperaturen nutzbar, stellenweise im Bereich von -40 bis +120 Grad Celsius.
  • UV-Kleber sind nun jene dieser Verbindungen, die mittels Bestrahlung ausgehärtet werden. Diese - ganz dem Namen nach - werden dabei mit UV-Licht erreicht.
  • Die Aushärtung geht durch die gezielte Bestrahlung dabei sehr schnell vonstatten. Allerdings müssen Sie darauf achten, die Wellenlänge der Strahlen genau auf das zu leimende System anzupassen, da der UV-Kleber sonst seine Wirkung verfehlt.
  • Auch können Sie ihn, bedingt durch die Polymerketten und die Operationstemperaturen, nicht mit herkömmlichen Mitteln lösen. Dies ist, neben der schnellen Verhärtung, auch einer der Vorteile, die er mit sich bringt. 
  • Einige der bedeutendsten Verwendungen finden sich dabei z. B. beim Anbringen von künstlichen Fingernägeln, bei künstlichen Zahnfüllungen oder auch bei Glas.

Wie Sie den Kleber lösen

  • Da sich keine Lösungsmittel zum Lösen empfehlen, bleiben meist nur professionelle Varianten. Hierbei sollten Sie jedoch hoffen, ihn nicht von Ihren Fingern lösen zu müssen.
  • Am Klügsten ist es bei akuten Problemen zunächst, sich mit dem Hersteller des Klebers in Verbindung zu setzen.
  • Ansonsten sieht die Lösung, z. B. im Falle von Glas, so aus, dass Sie dieses auf ca. 50-400 Grad erwärmen müssen.
  • Dies hängt vom eingesetzten UV-Kleber ab und kann mit einem Fön geschehen oder muss professionell erfolgen. Eine Heißluftpistole und etwas Geduld, die Sie aufbringen müssen, können jedoch auch schon helfen.
  • Dabei sollten Sie jedoch beachten, das Glas gleichmäßig zu erhitzen, da es sonst zu zerspringen droht.
  • Am Ende bzw. wenn der UV-Kleber allmählich flüssig wird, sollten Sie diesen mit einer Klinge abtrennen.
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