Im Bereich Informatik findet man die USV am häufigsten. Ein Rechenzentrum braucht eine ständige Stromversorgung, damit Daten nicht verloren gehen. In dieser Anwendung sichert die USV bei einem Ausfall des Stromnetzes lediglich die Energiezufuhr über eine definierte Zeit. Diese reicht aus, um Daten zu speichern und den Server geordnet herunterzufahren.

USV-Arten - in klassischer Form 

  • Im IT-Bereich gehört zu den Arten die klassische 230-V-Kompaktanlage. Diese Anlagen lassen sich zwischen normalen Stromanschlüssen und Verbrauchern schalten. Bricht die Netzspannung zusammen, sichert eine Batterie eine Zeit lang die Versorgung der Verbraucher.
  • Gleichzeitig erhalten Sie über eine Schnittstelle die Mitteilung, dass das öffentliche Netz einen Stromausfall hat. Somit können Sie Daten sichern oder ein Notstromaggregat starten. Kurze Stromunterbrechungen können Sie so vollständig eliminieren.
  • Eine USV kann weit mehr. Sie übernimmt das Ausgleichen von Überspannungen aus dem Netz. Die Überbrückungszeiten liegen hier oft bei etwa 15 Minuten.
  • Für Ihren PC zu Hause oder im Büro gibt es gleichfalls entsprechende Geräte. Auch Telekommunikationseinrichtungen oder Notbeleuchtungen sind in der Regel mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung versehen.

Sichere Versorgung stromschwacher Gebiete

  • Bei klassischen Anlagen muss die Stromversorgung durch die USV lediglich für relativ kurze Zeit (Überbrückung) sichergestellt werden. Anders sind die Erfordernisse dort, wo die Überbrückung über einen längeren Zeitraum sichergestellt werden soll.
  • Wichtige Anwendungsgebiete sind beispielsweise Entwicklungsländer oder sonstige fernab der Zivilisation gelegene Regionen. Ähnliche Anlagen werden auch auf Segelschiffen eingesetzt, wenn diese im Hafen einen Netzanschluss nutzen können. Die Anlagen besitzen eine entsprechend große Batteriekapazität.
  • Hauptkomponenten der unterbrechungsfreien Stromversorgung: Das Herzstück ist der Energiespeicher, meist eine wartungsfreie Bleibatterie. Je größer die Kapazität der Batterie, desto länger ist die Überbrückungszeit. Die Dimensionierung der USV bestimmt, welche auf Leistungsdichte optimierte Batterie gewählt werden muss.
  • Der Einsatz von Ni-MH-Batterien kann sinnvoll sein, weil diese nicht so empfindlich gegen Tiefentladung wie Bleibatterien sind. Batterien müssen in jedem Fall regelmäßig geprüft und notfalls gewechselt werden.
  • Beim mobilen USV wird auf Li-Io-Batterien gesetzt. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen Lithium-Polimer-Akkus und LiFePO4-Akkus. Letztere gelten im Gegensatz zu den Lithium-Polimer-Akkus nicht als brandgefährlich.

Fazit: Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ist weit mehr als nur Anschaffung der Hardware und Anschließen. Besonders in hochsensiblen Bereichen müssen die Verfügbarkeitsanforderung genau definiert und Arten bestimmt werden. In Krankenhäusern kann die Parallelschaltung mehrerer USV-Geräte die Verfügbarkeiten auf nahezu 100 Prozent erhöhen.