Used-Look-Jeans selber machen - so geht´s

Lassen Sie Ihre Jeans alt aussehen. Lassen Sie Ihre Jeans alt aussehen.
Neue Jeans haben irgendwie keinen Charakter. Erst die Gebrauchsspuren machen Sie zu einem trendigen und gern getragenem Kleidungsstück. Sie müssen aber keine teure Designer-Jeans kaufen – den Used-Look können Sie auch selber machen.
Claudia Jansen
24.08.2011 Claudia Jansen
Themen der Anleitung Bleichen gebraucht Jeans Mode Used Look
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • PC mit Internetzugang
  • Jeans
  • Drahtbürste
  • Schleifpapier (mittlere bis feine Körnung)
  • Chlorreiniger
  • Handschuhe

Wie entsteht eigentlich der „Used-Look“?

  • Jeans im „Used-Look“ werden industriell hergestellt, indem Sie mit Steinen, Sand und chemischen Zusätzen „gewaschen“ werden. Das nimmt dem Jeansstoff die Steifheit, wäscht die Farbe heraus, bleicht partiell und raut den Stoff auf.
  • Zur Herstellung Ihrer „Used-Look“-Jeans in Eigenregie eignet sich diese Methode jedoch nicht. Eine Wäsche mit Sand oder Steinen würde Ihre Waschmaschine beschädigen, den Ablauf verschließen und mit Sicherheit höhere Reparaturkosten verursachen, als Sie durch das Selbermachen Ihrer „Used-Look“-Jeans einsparen können.
  • Aber auch mit anderen Mitteln können Sie Ihrer Jeans die gewünschten Gebrauchsspuren verpassen - ohne Ihre Waschmaschine zu ruinieren.

Neue Jeans? - „Designerstück“ zum Selbermachen

Einen natürlichen „Used-Look“ erreichen Sie, wenn Sie die Stellen Ihrer Jeans behandeln, die auch beim normalen Tragen, über die Zeit abnutzen - also Hosenbund, Kniebereich, Außennähte, Po- und Oberschenkelbereich und unteren Saum. Den Grad der Abnutzung bestimmen Sie dabei selbst.

  1. Beginnen Sie, den Stoff an den gewählten Stellen vorsichtig mit dem Schleifpapier abzureiben. Hierdurch wird der Stoff angeraut und leicht abgetragen sowie die Farbe entfernt.
  2. Je mehr Druck Sie beim Schmirgeln auf das Schleifpapier geben, desto mehr Stoff tragen Sie ab. Gehen Sie hierbei zu grob vor, können Löcher entstehen. Ist das nicht gewollt, gehen Sie lieber vorsichtiger zu Werk und behandeln Sie die Stellen nach und nach, bis der gewünschte „Used-Look“ perfekt ist.
  3. Den unteren Saum Ihrer Jeans können Sie mit der Drahtbürste behandeln. Je intensiver Sie hier vorgehen, desto verschlissener und ausgefranster wirkt der Saum. Achten Sie aber darauf, dass der Eindruck der Gebrauchsspuren zusammenpasst. Ist die Hose im oberen Bereich tiefblau, unten aber ganz hell und ausgefranst, hat das eine unnatürliche Wirkung und man sieht auf den ersten Blick, dass hier nachgeholfen wurde.
  4. Um den Jeansstoff insgesamt auszubleichen - so, als sei er schon etliche Male gewaschen worden, können Sie Wasser mit etwas Chlorreiniger mischen und in eine große Kunststoffschüssel geben. Legen Sie Ihre Hose in die Flüssigkeit und bewegen Sie den Stoff beständig hin und her. Bei der Verwendung chemischer Bleiche sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen, da die Chemikalie sonst zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen kann.
  5. Das Bewegen der Jeans im Bleichebad ist wichtig, damit der Stoff gleichmäßig aufhellt. Legen Sie die Jeans einfach ins Bleichbad, erhalten Sie eher eine Batikoptik als den gewünschten „Used-Look“. Kontrollieren Sie den Fortschritt regelmäßig und nehmen Sie die Hose aus dem Bad, wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.
  6. Ihre Jeans muss unbedingt gewaschen werden, bevor Sie diese anziehen können. Die chemischen Rückstände der Bleiche im Gewebe reizen sonst Ihre Haut.

So erhalten Sie eine ganz individuelle „Used-Look-Jeans“, die Sie sicher gerne und häufig tragen werden.

Viel Spaß beim Selbermachen!

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