Die nächsten Urlaubsreisen stehen an, doch wohin mit dem geliebten Vierbeiner? Ganz klar, der Hund kommt mit! Dennoch sollten Sie einige Dinge bedenken, wenn Sie Ihre Vorbereitungen für die Urlaubsreise mit Hund treffen.
- 03.12.2010 Frauke Itzerott
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- EU-Pass des Hundes
- Hundemarke
- Hülse mit Adresse und Telefonnummer
- lange Leine
- Anschnallgurt fürs Auto oder Transportbox
Urlaubsreisen mit Haustier in und außerhalb der EU
- Die erste wichtige Frage, die sich stellen müssen, wenn Sie Ihre Urlaubsreisen mit Hund antreten wollen, ist, ob Sie innerhalb der EU verreisen oder außerhalb. Innerhalb der EU können Sie Ihren Hund getrost mitnehmen, wichtig ist nur, dass er gechipt ist und einen EU-Pass mit den eingetragenen nötigen Impfungen hat, in der Regel vor allem die Tollwutimpfung. Die Impfbedürftigkeit Ihres Hundes können Sie zuvor bei Ihrem Tierarzt abklären lassen. Nehmen Sie sich also genug Zeit vor Ihrem Urlaub, um dies abklären zu lassen. Zusätzlich empfiehlt es sich immer, auch außerhalb von Urlaubsreisen, den Hund mit der Nummer seines Chips bei Tasso registrieren zu lassen, da er dann schnell seinem Besitzer zugeordnet werden kann. Hängen Sie ihm auch eine Metallhülse um den Hals, in der auf einem Zettel Ihre Adresse und eine Telefonnummer vermerkt ist, unter der Sie zu erreichen sind.
- Denken SIe auch daran, wenn Sie beispielsweise ein Ferienhaus für Ihre Urlaubsreisen mieten, abzuklären, ob Hunde überhaupt erwünscht sind. In Deutschland und auch den Nachbarländern gibt es mittlerweile zahlreiche Urlaubsangebote, die auch direkt auf Ferien mit Hund zugeschnitten sind, z. B. gibt es an der Ostsee extra Hundestrände. Über solche Angebote können Sie sich im Internet oder aber z. B. im Anzeigenteil der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" informieren.
- Außerhalb der EU ist dringend zu beachten, dass der Hund, bevor er in das jeweilige Land eingeführt werden darf, eine bis zu dreißig Tage dauernde Quarantäne einhalten muss. Dabei werden die Hunde isoliert in einer Box gehalten, mit fremdem Pflegepersonal, dass sich um den Hund kümmert, während Sie schon Ihre Urlaubsreise antreten. Hier sollten Sie unter Umständen ganz genau überlegen, ob Sie das Ihrem Vierbeiner antun wollen, und ob Sie so viel Zeit überhaupt darauf verwenden können. Haben Sie sich entschieden, Ihrem Hund dies zuzumuten, dann müssen Sie sich nochmal genau über die Einreisebestimmungen für Ihren Hund ins jeweilige Land informieren.
Mit Hund in Auto und Flugzeug
- Wenn Sie Ihren Hund mit dem Auto mit auf Urlaubsreisen nehmen möchten, achten Sie darauf, dass Sie genügend Pausen machen, damit der Hund sich erleichtern und vor allem trinken kann. Auch ein bisschen die Beine vertreten ist für Vier- und Zweibeiner auf langen Autofahrten nicht unwichtig. Achten Sie auch ganz besonders darauf, dass der Hund im Auto nicht überhitzt. Hunde überhitzen schnell, da Sie nur über Fußsohlen und Zunge schwitzen können. Auch vor unangenehmem Luftzug, der zu Bindehautentzündungen führen kann, müssen Sie Ihren Hund schützen. Auch sollte Ihr Liebling im Auto auf dem Sitz immer angeschnallt sein, zu seiner eigenen Sicherheit und der Sicherheit der übrigen Insassen. Dafür gibt es im Zoofachhandel eine große Auswahl an speziellen Gurten für jede Größe. Sie können Ihren Hund allerdings auch im Kofferraum in einer geeigneten Transportbox unterbringen.
- Wie Ihr Hund mit Ihnen im Flugzeug in den Urlaub reist, hängt von Größe und Gewicht des Tieres ab. In den meisten Airlines dürfen Hunde bis sechs Kilo und in einer Reisebox mit den Handgepäcksmaßen mit in die Kabine, müssen aber in Ihrer Box verbleiben und im Fußraum verstaut werden. Informieren Sie sich hierzu aber immer nochmal in Bezug auf Ihre Airline!
- Größere und schwerere Hunde gelten als Fracht und müssen auf Urlaubsreisen in einer großen Transportbox im Frachtraum mitreisen. Sorgen Sie dabei für ausreichend Wasser. Beachten Sie, dass es auch Länder gibt, in die Hunde ausschließlich im Frachtraum reisen dürfen, wie z.B. Großbritannien, Hongkong und Südafrika.
Urlaubsreisen mit Hund - darauf müssen Sie vor Ort achten
- Auf Urlaubsreisen versuchen Sie bitte, Ihr Programm so gut wie möglich auf den Hund abzustimmen, so dass er weder in fremder Umgebung zu lang allein sein muss, noch auf seine täglichen Spaziergänge verzichten muss. Wanderungen und Radtouren eignen sich für Ihren Vierbeiner möglicherweise besser als langes Warten im Auto, während Sie ein Museum nach dem anderen besuchen. Informieren Sie sich auch, ob es an Ihrem Urlaubsort möglicherweise Betreuungsmöglichkeiten für Ihren Hund gibt.
- Bedenken Sie, dass nicht jeder Hund auf Urlaubsreise in fremder Umgebung ohne Leine laufen sollte und viele Länder, wie z.B. Belgien, eine generelle Leinenpflicht besitzen. Außerdem muss der Hund an der Leine bleiben, wenn Sie sich zum Beispiel in einem Naturschutzgebiet bewegen. An Stellen, an denen gefährdete Vögel brüten, dürfen Hunde auch gar nicht mitgenommen werden. Denken Sie also an eine lange Leine und stimmen Sie Ihr Programm ab.