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Urlaubsentgeltberechnung - so geht's

Durch das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist Ihnen als angestellter Mitarbeiter in einem Betrieb die Weiterbezahlung während des Urlaubs gesichert. Die Urlaubsentgeltberechnung ist dabei klar durch das BUrlG vorgegeben. Spezielle Regelungen zum Urlaubsentgelt finden sich zudem in Tarifverträgen, die die gesetzlichen Regelungen in diesen Fällen ersetzen.

Urlaubsentgeltberechnung - bei verschiedenen Gehaltsbestandteilen erschwert
Urlaubsentgeltberechnung - bei verschiedenen Gehaltsbestandteilen erschwert

Wenn es um die Weiterbezahlung während des Urlaubs geht, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Dabei ist die Berechnung des Urlaubsentgelts vom Gesetzgeber eindeutig vorgegeben und einfach, wenn sie auf der Grundlage des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes stattfindet. 

Urlaubsentgeltberechnung auf der Grundlage des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes

  • Die Urlaubsentgeltberechnung nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst berücksichtigt den Durchschnittverdienst der letzten dreizehn Wochen, bevor der Urlaub beginnt. Den für Überstunden angefallenen und gezahlten Arbeitslohn darf man nicht mit in die Berechnung einfließen lassen.
  • Die Grundlage des Urlaubsentgelts bilden unter anderem das Grundgehalt, alle Zulagen mit direktem Bezug zur Arbeitsleistung (Schmutz-, Gefahren-, Nacht-, Auslandszulagen), die Vergütung für Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaft sowie einmal gezahlte tarifliche Ausgleichszahlungen. Hinzu kommen Akkordzulagen und Provisionen.
  • Verdienstausfälle wegen Arbeitsausfall, Kurzarbeit oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis spielen bei der Urlaubsentgeltberechnung keine Rolle. 

Berechnung des Urlaubsentgelts pro Tag  

  • Fehler bei der Lohnabrechnung oder bei der Berechnung des Urlaubsentgelts verärgern Arbeitnehmer zu Recht, denn Fehler beim Urlaubsentgelt lassen sich leicht vermeiden.
  • Das BUrlG hat die 6-Tage-Woche als Grundlage der Berechnungen genommen. Die anzuwendende Formel für die Ermittlung des Urlaubsentgelts pro Urlaubstag lautet demnach durchschnittlicher Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen (ohne Überstundenvergütung) dividiert durch 78 Tage. 
  • Kommt es in den letzten 13 Wochen vor Urlaubsbeginn zu Lohnerhöhungen, die auf Dauer angelegt sind, müssen diese berücksichtigt werden. 
  • Die Urlaubsentgeltberechnung ist allerdings nicht in jedem Fall ganz so einfach, besonders dann nicht, wenn mehrere unterschiedliche Gehaltsbestandteile bestehen. Nicht immer sind die gesetzlichen Regelungen ausreichend formuliert. Hierbei sei das Problem Zulagen für den Bereitschaftsdienst oder Funktionszulagen erwähnt.
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