Alle Kategorien
Suche

Unterstand bauen aus Holz - Anleitung

Ob als Unterstellmöglichkeit, als überdachte Sitzecke im Garten oder zur Lagerung: ein Unterstand aus Holz hat viele Verwendungsmöglichkeiten. Die Entscheidung dafür ist deshalb schnell gefällt. Doch was muss man dabei eigentlich beachten? Damit Ihr Unterstand sicher steht und lange hält, sollten Sie den Bau auf jeden Fall gut planen.

Bei einem Unterstand aus Holz ist ein richtiges Dach sehr wichtig.
Bei einem Unterstand aus Holz ist ein richtiges Dach sehr wichtig.

Was Sie benötigen:

  • Pfostenanker für Bodenbefestigung
  • Fertigbeton
  • Grundpfosten (für hinten niedriger)
  • kurze Querbalken (Zwischenräume)
  • lange Querbalken (Dachverbindung)
  • Dachbalken
  • dünne Querleisten
  • Winkel- und Flacheisen
  • (Edelstahl-)Schrauben, Maschinenschrauben + Muttern
  • OSB-Platten, Dachpappe / Ziegel / Plexiglas Wellenplatten
  • evtl. Dachnägel
  • Holbretter zur Verkleidung (z.B. Fichte)
  • Wetterschutzlack

Vor dem Bau des Unterstands

Bevor Sie gleich Material einkaufen und loslegen, sollten Sie mehrere Dinge beachten:

  1. Wo soll Ihr Unterstand stehen und dürfen Sie dort einen Unterstand bauen? Achten Sie auch auf Abstände zu Nachbargrundstücken etc.
  2. Auch ein selbstgebauter Unterstand kann ziemlich teuer werden, wenn Sie das komplette Material neu anschaffen müssen. Machen Sie sich erst einen Plan, dann eine Materialliste und vergleichen Sie anschließend Preise.
  3. Richten Sie die Größe des Unterstands nach dessen Zweck. Soll es nur eine Unterstellmöglichkeit für Fahrräder sein, reicht eine kleine Grundfläche und niedrige Höhe. Auch die Pfosten und Dachbalken können dementsprechend schmäler sein.
  4. Behandeln Sie sämtliches Holz, das Sie verwenden, vorher mit Wetterschutzlack. So bleibt Ihr Unterstand länger erhalten.

Grundgerüst für den Unterstand

  1. Haben Sie ein Plätzchen für den Unterstand ausgewählt, vermessen Sie als Erstes den Ort und markieren Sie die Eckpunkte des Unterstands. Verwenden Sie Schnüre zum Abspannen oder ein Lasermessgerät, damit alles gerade wird.
  2. Je nach Größe setzen Sie nun die entsprechende Anzahl der Grundpfosten (Je nach Stärke ca. 1-2m Abstand). Dafür graben Sie Löcher und betonieren sogenannte Pfostenanker ein (H-Form). Kontrollieren Sie immer mehrmals mit Hilfe einer Wasserwaage, dass alles gerade wird.
  3. Die Pfosten an der Rückseite des Unterstands sollten niedriger sein als die an der Front. So entsteht ein leichtes Schrägdach und das Regenwasser kann besser ablaufen.
  4. Nach dem der Beton ausgehärtet ist, kommt zwischen Pfostenanker und Grundpfosten ein Abstandshölzchens, damit die Pfosten nicht direkt aufliegen und Feuchtigkeit ziehen.
  5. Zur Befestigung eignen sich Maschinenschrauben, die komplett durch Anker und Pfosten geschlagen werden (vorbohren!) und die Sie mit Schraubenmuttern fixieren (pro Grundpfosten min. 2 Fixierungen in möglichst großem Abstand).
  6. Die Grundpfosten verbinden Sie nun mit Querbalken in ca. 80-100cm Höhe. Sie werden zwischen den Pfosten mit Hilfe von Winkeleisen befestigt. Lassen Sie dabei eine Aussparung für den Eingang (z.B. an der Seite oder vorne, in der Mitte zwischen den Balken).
  7. Weitere Querbalken verbinden die Grundpfosten ganz oben, auf Höhe der niedrigeren Pfosten. Sie werden parallel zu den unteren Balken ebenfalls zwischen die Pfosten gesetzt und mit Winkel- und Flacheisen befestigt. Die vorderen Grundpfosten sollten nun etwas über den entstandenen Rahmen hinaus stehen.
  8. Jeweils die vorderen und hinteren Grundpfosten werden nun noch mit Querbalken über die ganze länge des Unterstandes verbunden (Auflegen und mit Winkel- und Flacheisen fixieren). Auf Ihnen liegt später das Dach auf.

Die Dachkonstruktion für den Unterstand

  1. Auf die Gesamtlänge des Unterstands werden nun Dachbalken gelegt. Sie sollten einen Abstand von ca. 80-100cm haben (je nach Größe und Stärke).
  2. Die Dachbalken liegen sowohl vorne als auch hinten auf den langen Querbalken auf. Da der Unterstand vorne höher ist, müssen die Dachbalken eingekerbt werden, damit sie ganz aufliegen.
  3. Vorne und hinten sollten die Dachbalken etwas länger sein, damit das Dach ein wenig übersteht und es nicht reinregnen kann. Verbinden Sie die Dachbalken mit Hilfe von Winkeleisen mit der Unterkonstruktion.
  4. Die Dachbalken werden noch mal durch kleine Querleisten verbunden, auf welchen das Dach befestigt wird.
  5. Als Dach können Sie entweder OSB-Platten verschrauben und mit Dachpappe belegen, lichtdurchlässige Wellplatten aus Plexiglas auflegen oder auch solide Dachziegel verlegen. Das bleibt ganz Ihnen überlassen.
  6. Wenn alles fertig ist, sollten Sie hinten noch eine Dachrinne mit Auffangbehälter für das Regenwasser anbringen.

Die Verkleidung für den Unterstand

  1. Mindestens die Rückseite und eine Seitenwand (Wetterseite) sollten immer geschlossen sein. Nehmen Sie Holzbretter, die breit genug sind, um Sie zu überlappen. So kann es nicht so stark durch die Ritzen ziehen. Zur Befestigung eignen sich Schrauben oder Nägel.
  2. Fixieren Sie die Bretter jeweils von außen an den unteren und oberen Querbalken. Für die Seiten, zwischen Balken und Dach, nehmen Sie immer längere Bretter, damit die Schräge ausgeglichen ist. Sie können dieses Dreieck aber auch aussparen und z.B. Plexiglas einsetzen.
  3. Ob Sie nun die Vorderseite des Unterstands oder doch lieber eine Seitenwand als Eingang offen lassen, liegt bei Ihnen. Ebenso können Sie die Seitenwände oder die Seitenbereiche der Front nur bis zu den unteren Querbalken verkleiden und den oberen Bereich frei lassen.
Teilen: