Alle Kategorien
Suche

Unterschied zwischen winterhart und winterfest

Es gibt sowohl winterharte als auch winterfeste Pflanzen. Beide Begriffe haben eine unterschiedliche Bedeutung. Doch worin besteht der eigentliche Unterschied?

Zwischen winterhart und winterfest gibt es einen wesentlichen Unterschied.
Zwischen winterhart und winterfest gibt es einen wesentlichen Unterschied.

Bedeutung der Bezeichnung "winterhart"

  • Winterhärte bezeichnet im Unterschied zu "winterfest" die Fähigkeit einer Pflanze, auch längere Frostperioden mit relativ hohen Minustemperaturen zu überleben. Neben der Kälte bzw. Temperaturstürzen spielen hierbei auch Witterungsbedingungen wie Trockenheit, Reif, Wind oder Schwankungen der Bodentemperatur eine Rolle. 
  • Die Bezeichnung winterhart bezieht sich auf das natürliche Verbreitungsgebiet bzw. die dort vorherrschenden Winde, die Höhenlage sowie die jeweilige Vegetations- und Klimazone. Für Gartenbesitzer interessant sind die sogenannten Winterhärtezonen. Diese reichen in Deutschland von der Zone 5b mit einer unteren Grenze von -26,0 Grad und einer oberen von -23,4 Grad bis hin zur Zone 8b mit einer unteren Grenze von -9,4 und einer oberen von -6,7 Grad. Die kältesten Lagen befinden sich im Alpenraum und die wärmsten am Untermain. 
  • Die jeweiligen Temperaturangaben beziehen sich nicht auf einzelne Pflanzenteile, sondern generell die Pflanze bzw. deren Überleben. An einzelnen Pflanzenteilen kann es trotz allem zu Frostschäden kommen oder sie sterben ab. Ob eine Pflanze winterhart oder winterfest ist, ist davon abhängig, ob die betreffende Pflanze in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet oder in anderen Klimaregionen kultiviert werden soll.

Unterschied zu winterfesten Eigenschaften

  • Als winterfest wird die Fähigkeit von Pflanzen bezeichnet, unter bestimmten Voraussetzungen, Minustemperaturen bis zu einer bestimmten Höhe unbeschadet überstehen zu können. Winterfeste Pflanzen können unter Umständen Kälte im Zusammenwirken mit Nässe und Feuchtigkeit ebenso wie längere Frostperioden nicht vertragen. 
  • Rosmarin beispielsweise kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo speziell für diese Pflanze optimale Bedingungen vorherrschen. Die Sommer sind hier heiß und trocken und die Winter mild und regenreich. Im Gegensatz dazu sind die Sommer in Deutschland warm aber meist auch relativ feucht und im Winter herrscht Dauerfrost. 
  • Am Beispiel des Rosmarins zeigt sich, der Unterschied zwischen winterfest und winterhart. Während winterharte Pflanzen frostbeständig sind und den Winter problemlos im Freien überstehen, kann beispielsweise Rosmarin, je nach Sorte, aufgrund seiner Herkunft zwar im Winter draußen überwintern, muss aber winterfest gemacht, d. h. vor Frost geschützt werden, durch Abdeckung oder ähnliches.
Teilen: