Unterschied zwischen Tafelwasser und Mineralwasser - das sollten Sie beim Kauf beachten

Nicht jede Quelle spendet Mineralwasser. Nicht jede Quelle spendet Mineralwasser.
Wasser ist längst nicht gleich Wasser. Vor allem beim Trinken macht sich dies bemerkbar. Wenn Sie den Unterschied zwischen Tafelwasser und Mineralwasser kennen, sind Sie auf der sicheren Seite und sparen Geld.
Volker Beeden
29.12.2011 Volker Beeden
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In Deutschland sind wir nicht nur Verbrauchsweltmeister bei Wurst und Brot, bei Bier und Sekt, sondern auch beim Mineralwasser. Außerdem sind wir das quellenreichste Land Europas. Mineralwasser ist zu einer Art Kultgetränk geworden. Jeder von uns trinkt fast 100 l im Jahr.

Unterschied ergibt sich aus einer Verordnung

  • Mineralwasser hat seinen Preis. Tafelwasser hingegen ist wesentlich günstiger. Insoweit ist es wichtig, wenn Sie den Unterschied zwischen Tafelwasser und Mineralwasser kennen.
  • Seit 1984 gibt es den Begriff Tafelwasser. Vielleicht kennen Sie noch den früheren Begriff als künstliches Mineralwasser. Tafelwasser ist an keine Quelle gebunden und darf auch keinen Quellennamen angeben. 
  • Der Unterschied zwischen den zahlreichen Wässern ist in der Verordnung über natürliches Mineral-, Quell- und Tafelwasser (Mineral-und Tafelwasserverordnung) vom 1. August 1984 beschrieben. Zum Tafelwasser gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Das Gewicht liegt eindeutig auf Seiten des Mineralwassers.

Tafelwasser ist nicht quellgebunden

  • Tafelwasser kann überall hergestellt werden. Sie dürfen Wässer verschiedener Herkunft und Art (Leitungs-, Quell- und natürliches Mineralwasser) beliebig mischen und zur geschmacklichen Aufbesserung mit gereinigtem Meerwasser, Kochsalz, Soda, Natron oder Mineralien anreichern. Sie können es sogar in Containern anliefern und dann vor Ort in Flaschen abfüllen.
  • Eine Sonderform des Tafelwassers ist das Sodawasser. Dies ist ein kohlensäurehaltiges Tafelwasser, bei dem der Natrium-Hydrogencarbonat-Anteil durch Mineralzusatz auf über 570 mg/l erhöht wird. James Bond hat es gerne als Whisky mit Soda bestellt.

Mineralwasser ist durch Kohlensäure- und Mineralgehalt geprägt

  • Natürliches Mineralwasser muss unterirdisch gefördert werden und durch überlagerte Gesteinsschichten so geschützt sein, dass Verunreinigungen ausgeschlossen sind. Die Quelle, aus der es gewonnen wird, muss natürlichen Ursprungs sein oder künstlich aus der Erde erschlossen werden. Außerdem muss es direkt am Quellort in die Flaschen abgefüllt werden.
  • Mineralwasser muss natürlich rein sein und aufgrund seines Gehaltes an Mineralstoffen und Spurenelementen eine ernährungsphysiologisch bestimmte Wirkung besitzen. Hat ein Mineralwasser mehr als 1 g Inhaltsstoffe, wird diese Wirkung unterstellt.
  • Mineralwasser muss amtlich anerkannt sein und dazu fast 200 Untersuchungen bestehen. Es müssen das Vorhandensein erwünschter und das Nichtvorhandensein unerwünschter Substanzen nachgewiesen werden.

Vor allem der Mineralstoffgehalt macht den Unterschied

  • Mineralwasser lassen sich vor allem nach ihren Kohlensäuregehalt einteilen. Das normale Mineralwasser enthält 8-10 g Kohlensäure je Liter Wasser, das halbstille Mineralwasser enthält 3-5 g je Liter und stille Mineralwässer haben meist weniger als 1 g Kohlensäure je Liter.
  • Auch der Grad der Mineralisation ist wichtig. Volvic aus Frankreich hat gerade 0,11 g Mineralstoffe je Liter Wasser, Gerolsteiner 2,60 g, Apollinaris 2,81 g und die Nürburgquelle 6,79 g.

Wenn Sie Wasser kaufen, lesen Sie also genau die Angaben auf dem Etikett. Gutes Mineralwasser hat seinen Preis, der vor allem durch den Mineralgehalt bestimmt wird.

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