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Unterschiede zwischen Rotbuche und Hainbuche

Unterschied zwischen Rotbuche und Hainbuche - eine einfache Erklärung1:04
Video von Valentin Falkenrot1:04

Hainbuche und Rotbuche sind hierzulande die beliebtesten Heckenpflanzen. Sie sind nicht miteinander verwandt und weisen deutliche Unterschiede auf.

Rotbuche als Großbaum oder blickdichte Hecke

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) auch Gemeine Buche genannt, ist ein Laubbaum, der in weiten Teilen Europas heimisch ist. Die Bezeichnung Buche ist germanischen Ursprungs. Ihren Namen verdankt die Rotbuche vermutlich ihrem rötlich-braunen Holz. Der Artname "sylvestris" deutet auf den Wuchsort hin, den Wald.

Die Gemeine Buche gehört zur Familie der Buchengewächse und kann Wuchshöhen von bis zu 35 Metern erreichen. Ab einem Alter von 30 bis 50 Jahren trägt sie Blüten. Die Blätter bleiben im Winter an der Pflanze, sodass Rotbuchenhecken ganzjährig besonders dicht sind. Sie ist windfest, frosthart, sehr schnittverträglich und schattentolerant und demzufolge auch ein sehr guter Stadtbaum.

Die schnellwüchsige Fagus sylvatica kann bis zu 200 Jahre alt werden. Der erste Austrieb zwischen April und Mai liegt schnell bei 40 Zentimetern. Die Krone ist ausladend und kann einen Durchmesser zwischen 20 und 30 Meter erreichen. Einen Unterschied zur Hainbuche stellen die Früchte der Rotbuche dar, die man als Bucheckern kennt.

Hainbuche bringt Struktur in den Garten

Die Hainbuche (Carpinus), auch Hagebuche oder Weißbuche genannt, zählt zur Gattung der Hainbuchen und zur Familie der Birkengewächse. Ihr Name kommt von dem althochdeutschen "haganbuoche", wobei  "hag" soviel bedeutet wie Hecke oder Einzäunung. Die Bezeichnung Weißbuche bezieht sich auf das weiße bis gräulich-weiße Holz dieses Laubgehölzes.

Die Hainbuche ist ein sommergrüner bis zu 25 Meter hoher Laubbaum, der ein Alter von 300 Jahren erreichen kann. Ihre Früchte sind bis zu anderthalb Zentimeter kleine, einsamige Nussfrüchte, die mit drei Flügeln ausgestattet sind. Diese Schraubenflügler können bei Wind bis zu einem Kilometer weit fliegen und so zur Verbreitung der Samen beitragen.

Diese robuste und sehr schnittverträgliche Buchenart eignet sich sehr gut als Heckenpflanze. Die Früchte bleiben im Winter am Baum hängen und helfen so zahlreichen Vögeln beim Überwintern. Die Weißbuche ist ebenso wie die Rotbuche einhäusig, das heißt, an einem Baum sitzen männliche und weibliche Blüten. Der wesentliche Unterschied zwischen Rotbuche und Hainbuche bezieht sich auf das äußere Erscheinungsbild (Habitus).

Unterschiede beider Buchenarten

 

Unterschiedliche Merkmale im Überblick    

 

Merkmale

 

Rotbuche

 

Hainbuche

 

Pflanzenfamilie

 

Buchengewächs

 

Birkengewächs

Blatt

 

 

nach dem Austrieb seidig behaart

später Blattoberfläche kahl, glänzend und leicht gewellt

Blattrand gewellt und glatt mit langen seidigen Wimpernhaaren

5-10 cm lang,

3-7 cm breit

Laub im Herbst blassgelb, später orangerot bis rotbraun

 

 

Blattoberfläche stark geriffelt

Blattrand spitzig gezackt

Blattoberseite dunkelgrün,

Unterseite heller und auf Blattnerven leicht behaart

Laub im Herbst leuchtend gelb

 

 

 

 

Borke

 

in jedem Alter glatt und bleigrau

 

 

 

 

 

 

silbergrau, hell oder dunkelgrau und glatt mit einem hellen Netzmuster

in der Jugend glatt und leicht gedreht

im Alter netzartig gefurchte Struktur

 

 

Früchte/ Samen

 

ab September etwa zwei Millimeter lange Nussfrüchte (Bucheckern)

Früchte kräftig braun, einzeln und aufrecht wachsend mit verholzter Fruchthülle, essbar

 

 

 

 

 

ab September sechs bis fünfzehn Millimeter lange, oval gerippte Nussfrüchte an dreilappigen Tragblättern (Flügel)

Fruchstand hellgrün, hängend in Traubenform

 

 

 

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