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Unterschied zwischen Literatur- und Quellenverzeichnis

Der Unterschied zwischen einem Literatur- und einem Quellenverzeichnis wird erst auf den zweiten Blick deutlich. Hier einige Tipps, woran Sie sie unterscheiden können und wie Sie sie erstellen sollten.

Auf welcher Seite stand es doch gleich?
Auf welcher Seite stand es doch gleich?

So erstellen Sie ein Literaturverzeichnis 

Sie brauchen es für wissenschaftliche Texte, Diplom- und Doktorarbeiten und auch beispielsweise für Ratgeberbücher: Den Hinweis auf den Ursprung Ihres Wissens. Deshalb ist es so schwierig, den Unterschied zwischen einem Quellenverzeichnis, das auf den Ursprung hindeutet, und einem Literaturverzeichnis, das eigentlich doch auch eine Quelle ist, zu verstehen. Das Literaturverzeichnis bezieht sich auf alle Thesen, Behauptungen, die Sie aufstellen. Die Schlussfolgerungen der Thesen sollten Sie selbst gezogen haben. Hier einige Hinweise:

  • Sie müssen die gesamte Literatur, die Sie zur Vorbereitung Ihrer Ausarbeitung gelesen und auch nur zum Nachschlagen überflogen haben, auflisten. Die gesamte Literatur, die für die Erstellung der Arbeit verwendet wurde, gehört in das Literaturverzeichnis.
  • Dann sortieren Sie Ihr Literaturverzeichnis, zuerst nach Art der Literatur. 
  • Beginnen Sie dabei bei der übergeordneten Literatur und sortieren Sie sich dann sozusagen hinunter bis hin zu weiteren Medien.
  • Sortieren Sie Nachschlagewerke vor die Fachbücher und fügen Sie danach erst beispielsweise Belletristik auf, wenn diese bei Ihnen vorkommen sollte. Anschließend folgen Fachzeitschriften, andere Zeitschriften, Zeitungen und nach den Printmedien erst andere Medienquellen wie TV oder Internet.
  • Gehen Sie dann nach dem Titel der Werke vor, der bestimmt die Reihenfolge der Auflistung.
  • Achten Sie darauf, dass Sie immer alle Angaben machen nach dem "Wie-Was-Wer-Wo-Wann-Prinzip"." Wie" wurde etwas publiziert? Das haben Sie in der ersten Auflistung abgearbeitet.  Das "Was" fragt nach dem Titel, "Wer" nach dem Verfasser und Herausgeber, "Wo" nach dem Erscheinungsort und "Wann" nach dem Erscheinungsdatum. Beim Datum reicht meistens das Jahr, bei Zeitschriften sollte auch die Ausgabenummer genannt werden. 
  • Seitenzahlen werden hier, im Gegensatz zum Quellenverzeichnis, nicht genannt, da dies den Umfang des Literaturverzeichnisses sprengen würde.
  • Webseiten müssen mit dem kompletten Link angegeben werden, egal wie lang dieser sein mag. An dieser Stelle wäre kein Unterschied zum Quellenverzeichnis, denn das Internet als Recherchemedium muss für den Leser nachvollziehbar sein.

Der Unterschied zum Quellenverzeichnis

Ein Quellenverzeichnis bezieht sich, im Unterschied zum Literaturverzeichnis, auf alle Texte, die Sie wortwörtlich übernehmen, also zitieren. Diese müssen Sie in Ihrem Text durch Anführungszeichen und einen Zitathinweis kennzeichnen. Zitate verwenden Sie meistens, um Ihre Thesen oder aber Ihre Schlussfolgerungen zu untermauern. Hier die Vorgehensweise, wie Sie ein Quellenverzeichnis anlegen. Der Unterschied erklärt sich dann von selbst:

  • Sie gehen Ihre Arbeit durch und suchen nach den verwendeten Zitaten. Was noch nicht gekennzeichnet ist, sollten jetzt mit Hinweisen, Anführungszeichen und einer Nummer/Fußnote versehen werden. 
  • Diese Nummer/Fußnote kann in Klammern gesetzt oder als Hochzahl geschrieben werden. Sie müssen sich aber für eine Variante entscheiden, denn das Erscheinungsbild einer Arbeit soll einheitlich sein. Auch dies fließt in die Bewertung einer Arbeit ein.
  • Diese Nummer verwenden Sie als Sortierung für Ihr Quellenverzeichnis. Das Quellenverzeichnis ist nach diesen Nummern am Ende der Arbeit aufgelistet. Vereinzelt finden Sie auch Quellenverzeichnisse, deren Angaben direkt auf der Bezug nehmenden Seite als Fußzeilen erscheinen. Hier sollten Sie sich nach eventuellen Vorgaben erkundigen. Bei Abschlussarbeiten erhalten Sie immer auch eine Anleitung für die Erstellung wissenschaftlicher Ausarbeitungen.
  • Im Unterschied zum Literaturverzeichnis werden hier die Seitenzahlen der Quelle angegeben.
  • Im Quellenverzeichnis finden Sie einige Abkürzungen, die Sie sich merken sollten:
    f. = folgende Seite - wird verwendet, wenn die Quellenangabe über zwei Seiten reicht.
    ff. = folgende Seiten - wenn die Quelle länger ist.
    vgl. = als Einleitung für die Quellenangabe, z. B.: vgl. Lexikon sowieso, Seite 5
    a.a.O. = am angegebenen Ort, wenn Sie innerhalb Ihrer Ausführungen sich auf eine weitere oder aber auch dieselbe Quelle beziehen, die auf derselben Seite steht.
    Hrsg. = Herausgeber
    Verf. = Verfasser

Mit dem Wissen um den Unterschied zwischen Literatur- und Quellenverzeichnis, werden Ihnen Ihre Arbeiten nun schneller von der Hand gehen. Schreiben Sie Ihr Literaturverzeichnis am besten schon während der Recherchen, so vergessen Sie keines der Bücher. Gutes Gelingen und viel Erfolg! 

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