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Unterschied zwischen Kastanien und Maronen - anschaulich erklärt

Der Unterschied zwischen Kastanien und Maronen liegt vorrangig darin, dass Sie Maronen essen können. Aber Sie können den Unterschied auch ohne dieses Wissen äußerlich erkennen.

Unterschied zwischen Kastanien und Maronen - anschaulich erklärt
Video von Laura Klemke

Der Unterschied zwischen Edelkastanien, Maronen und Rosskastanien

Die Edelkastanie kam ursprünglich hauptsächlich in der Mittelmeerregion vor. Doch da Sie die Früchte der Edelkastanie, die Maronen oder Maroni (in der Schweiz auch Marroni), essen können, wird der Baum inzwischen weit verbreitet angebaut. So ist nicht ersichtlich, wie er sich auf natürlichem Wege ausgebreitet hätte. 

  • Der Unterschied zwischen der Edelkastanie mit den Maronen und der gewöhnlichen Rosskastanie mit ihren Kastanien zeigt sich bereits am Baum. Doch auch die Früchte, also Maronen und Kastanien, können Sie schnell und einfach unterscheiden.
  • An den Bäumen sind die Blütenstände bei beiden sehr ähnlich und wenig hilfreich, um einen Unterschied auszumachen. Achten Sie deshalb auf die Blätter der Bäume. Die Kastanie, deren Baum Rosskastanie genannt wird, hat Blätter, die wie Finger einer Hand, also handförmig, angeordnet sind. Meistens sind es sogar 5, doch es sind bis zu 11 möglich. Vergleichen Sie sie mit den Blättern der Edelkastanie, deren Früchte, Maronen, auch als Esskastanien bekannt sind. Diese sind Einzelblätter und an den Rändern leicht gezackt. Daran erkennen Sie sie schnell.
  • Sehen Sie sich auch die stacheligen Fruchtbecher genauer an. Die der Maronen sind meistens größer und länglich.

Maronen gehören zu den Kastanien

Maronen gehören zu den Kastanien, doch Kastanien sind eben der Überbegriff. Deshalb können die Früchte der Rosskastanie niemals Maronen sein. 

  • Sie basteln vielleicht im Herbst und in der Vorweihnachtszeit mit Ihren Kindern Kastanienmännchen. Vielleicht sammeln Sie auch Kastanien und spenden Sie dem Förster zur Unterstützung der Waldtierfütterung. Wenn Sie im Tessin lebten, dann würden Sie zur gleichen Zeit Maronen, die Esskastanien, ernten und diese zum Trocknen und Rösten bringen. Diese Verarbeitung wird in den kleinen Tessiner Dörfern oftmals noch gemeinschaftlich vorgenommen. Viele Orte haben ein eigenes Rösthaus für die Ernte. Ein großer Unterschied: Maronen sind rar und aufwendig zu rösten, deshalb sind sie teuer. Sie würden aus diesem Grunde auch niemals an die Tiere verfüttert werden.
  • Die Früchte lassen sich schnell und einfach identifizieren. Ein Unterschied ist: Die Maronen wachsen zwar wie Kastanien in einer stacheligen Umhüllung (Fruchtbecher) heran, doch können darin 1 bis 3 Maronen entstehen. Die Kastanien der Rosskastanie haben einen fast identischen Fruchtbecher, wachsen aber vorrangig einzeln heran. Mehrere Kastanien in einem Fruchtbecher sind die Ausnahme.
  • Sie erkennen Maronen an einem weiteren Unterschied, nämlich daran, dass sie ein wenig behaart sind und vor allem eine behaarte Fruchtspitze aufweisen, die teilweise auch die Narbenäste noch trägt. Kastanien zum Basteln hingegen sind glatt und werden schnell hart und fest. Die Schale können Sie beispielsweise nicht lange eindrücken, weshalb das Basteln mit frischen Kastanien einfacher ist.
  • Sie können Kastanien übrigens als Glücksbringer einsetzen. Wenn Ihnen eine Kastanie direkt vor die Füße fällt, dann sollten Sie sie aufheben und in Ihre Jackentasche stecken. 
  • Nutzen Sie sie außerdem als sogenannten "Handschmeichler". Das bedeutet, wann immer Sie Ihre Hände in den Jackentaschen haben, umfassen Sie die Kastanie. Das hat eine beruhigende Wirkung. Außerdem werden Sie feststellen, dass die Kastanie dadurch immer schöner wird. Probieren Sie es selbst aus.

Viel Glück!

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