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Unterschied zwischen Burg und Schloss - einfache Erklärung

Deutschland ist das Land alter Burgen und Schlösser. Viele dieser alten Gebäude gehören sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. Doch was ist der Unterschied zwischen einer Burg und einem Schloss?

Überreste einer Höhenburg
Überreste einer Höhenburg © Rudolpho_Duba / Pixelio

Burgen und Schlösser faszinieren Sie? Und Sie haben schon einige dieser Bauten besucht? Dabei sind Sie dann auch auf die Frage gestoßen: Was ist der Unterschied zwischen einer Burg und einem Schloss?

Was zeichnet eine Burg aus?

  • Burgen sind bereits seit der Antike errichtet worden. Allerdings erreichten sie erst im Mittelalter ihre herausgehobene Stellung in der Architektur.
  • Die Burg wird definiert als ein bewohnbarer Bau, der vorrangig zur Verteidigung, aber auch zur Demonstration von Macht diente.
  • Sie wurden zumeist an wichtigen, herausgehobenen geografischen Standpunkten errichtet. Dabei besaßen die Burgen verschiedene Funktionen. So konnte eine Burg auch als Fluchtstätte dienen, in denen die umliegende Bevölkerung Schutz suchte, wenn Feinde durch das Land streiften und plünderten.
  • Sie waren somit wichtige Verteidigungsstätten. Doch diese Funktion verloren sie zu Beginn der Neuzeit. Schuld daran waren neue Waffentechniken, wie der Kanone, der die Burgmauern nicht mehr standhalten konnten. Die Verteidiger auf den Zinnen der Befestigungsanlagen waren aufgrund dieser neuen Waffentechniken ihren Angreifern hoffnungslos unterlegen.    

Der Unterschied: Das Schloss diente als Wohnstätte, nicht zur Verteidigung

  • Im Unterschied zur Burg diente ein Schloss nur zur Repräsentation. Schlossherren empfingen ihre Gäste und stellten ihren Reichtum zur Schau. Auch pflegte man um die Schlösser große Gärten anzulegen, die ebenfalls den Reichtum und den guten Geschmack des Besitzers bezeugten.
  • Schlösser unterscheiden sich durch ihre Repräsentationsaufgaben. So konnte ein Adeliger ein Jagdschloss, ein Winter- und ein Sommerschloss zu seinem Besitz zählen. Das Jagdschloss diente der Gesellschaft eines Adeligen bei der Jagd als Unterschlupf. Während Fürsten im Sommer oder im Winter auf eigens dafür angelegten Residenzen weilten.
  • Die Schlösser lösten die Burgen in ihrer Bedeutung zu Beginn der Neuzeit ab. Auch wurden ehemalige Burgen häufig zu pompösen Schlössern umgebaut. 
  • Das Schlosszeitalter dauerte etwa bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts an. Mit der Abschaffung der Monarchie in Deutschland, im Jahr 1918, endete auch endgültig die Zeit des Schlossbaus.
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