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Unterschied - Alltagspsychologie und wissenschaftlicher Psychologie

Ist Psychologie gleich Psychologie? Einerseits ja, aber Begriffe wie Alltagspsychologie und wissenschaftliche Psychologie lassen erkennen, dass es auch innerhalb dieser Wissenschaft einen Unterschied gibt.

Hier könnte ein Psychiater helfen.
Hier könnte ein Psychiater helfen. © Jorma_Bork / Pixelio

Was wissenschaftliche Psychologie bedeutet

Bei der wissenschaftlichen Psychologie handelt es sich um einen Psychologieteil, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Das heißt, in diesem Fach werden viele Studien durchgeführt, die anschließend detailliert ausgewertet werden.

  • Ferner stützt sich die wissenschaftliche Psychologie auf medizinische Untersuchungen. So können z.B. per MRT Feststellungen getroffen werden, welches Gehirnareal bei welchem Denk/Fühlprozess beteiligt ist.
  • Auch das Aktivieren unterschiedlicher Gehirnareale bei bestimmten Verhaltensmustern kann so sichtbar gemacht werden. Somit versucht die wissenschaftliche Psychologie, alle menschlichen - also geistig-seelischen - Vorgänge mittels wissenschaftlicher Methoden zu erklären.

Der Unterschied zur Alltagspsychologie besteht also hauptsächlich darin, dass Erklärungen gesucht werden, die zum Beispiel in der Folge beim Verabreichen von Medikamenten verwendet werden. Seelische Vorgänge oder psychische Störungen erhalten so einen medizinischen Status.

Der Unterschied zur Alltagspsychologie

Der Begriff Alltagspsychologie definiert sich eigentlich von selbst, aber trotzdem kann dieser noch detailliert erklärt werden:

  • Diese  Psychologiesparte wurde im Alltag erfunden und wird auch im Alltag angewandt. Aufgrund dieser Wissenschaft sind Weisheiten wie "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück" entstanden. Diese sollen verdeutlichen, dass man den menschlichen Geist verallgemeinern kann.
  • Somit wird die Vermutung zugrunde gelegt, dass jeder Mensch auf jede Situation gleich reagiert bzw. dass jede Reaktion eine gleiche Gegenreaktion hervorruft. Ebenfalls bezieht sich dieser Psychologieteil auf das normale, einfache Alltagsleben. Beispiel: Falls eine Person aggressiv wird, dann heißt es meist nur ganz banal, dass diese Person wahrscheinlich geärgert wurde. Ob Probleme in der Kindheit vorlagen oder ob es physische Probleme gibt, scheint hier nicht ausschlaggebend zu sein. Andere Bereiche der Psychologie würden hier unterscheiden, ob das Verhältnis der Gehirnbotenstoffe richtig ist.

Man könnte diese Wissenschaft auch so beschreiben, dass hier wesentlich mehr Hypothesen als Studien aufgestellt werden. Diese Hypothesen lassen sich zwar immer wieder durch das Verhalten der Menschen bestätigen, es gibt aber keine Beweise hierfür.

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