Zeigt sich der geliebte Mensch dem Verlieben unnahbar, ist das für den natürlich höchst dramatisch. Was kann man tun bei nicht erwiderter Liebe?
- 03.11.2010 Dr. Kathrin Kiss-Elder
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Was tun, wenn der Schwarm unnahbar ist?
- Wenn sich ein geliebter Mensch unnahbar zeigt, ist es nahe liegend, die Schuld bei sich zu suchen. Es geht aber gar nicht um Schuld. Es ist einfach das Recht eines Menschen, sich zu distanzieren – auch wenn es Ihnen weh tut.
- Versuchen Sie, es einen Moment lang nicht zu dramatisch nehmen. Versuchen Sie, sich erst einmal zu entspannen, zu entdramatisieren. Versuchen Sie, sich zumindest etwas abzuregen.
- Sollten Sie sich aus Kummer wegen der nicht erwiderten Liebe in einen Strudel von Ablenkungen geworfen haben, verlangsamen Sie wieder. Gehen Sie nicht mehr so viel aus, betäuben Sie sich nicht so viel, gestatten Sie sich Zeit alleine. Auch wenn es vermutlich erst einmal fürchterlich weh tut.
- Nun wenden Sie sich dem wichtigsten Menschen in Ihrem Leben zu: Sich selbst. Es ist für viele gerade bei unerwiderter Liebe eines unnahbaren Gegenübers schwer, sich selbst wieder zuzuwenden. Viele fühlen sich unvollkommen, nicht richtig, vielleicht schuldig. Dennoch ist das beste, was Sie wieder auf die Beine bringt: Lernen Sie, zu sich selbst gut zu sein. Wenn jemand anderer Sie nicht liebt – lieben Sie wenigstens sich selbst. Entscheiden Sie sich für sich und Ihre Zukunft.
- Seien Sie konsequent gut zu sich. Ernähren Sie sich gut und mit Liebe. Pflegen Sie sich und Ihre Wohnung ausreichend. Behandeln Sie Ihren Körper wertschätzend – egal, ob Sie sich zu dünn, zu dick oder insgesamt zu hässlich fühlen. Verwenden Sie genug Zeit für sich.
- Zur Abrundung verwirklichen Sie sich nun mindestens einen kleinen Traum. Vielleicht wollten Sie schon lange eine Weltreise machen, Flöte spielen lernen oder sich eine Glatze schneiden lassen – tun Sie es jetzt. Werden Sie aktiv. Nützen Sie die Chancen nicht erwiderter Liebe.