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Uniformitätsregel - Informatives

Mendelsche Gesetze und die Uniformitätsregel bereiten Ihnen Kopfzerbrechen? Dann können Sie hier des Rätsels Lösung ganz einfach auf den Grund gehen.

Versuche mit Pflanzen geben Aufschluss über die Vererbung bestimmter Merkmale.
Versuche mit Pflanzen geben Aufschluss über die Vererbung bestimmter Merkmale.

Die Uniformitätsregel ist die erste der sogenannten Medelschen Regeln. Gregor Mendel führte Experimente mit Erbsenpflanzen durch, um der Vererbungslehre auf den Grund zu gehen. Die Uniformitätsregel ergibt sich aus den Ergebnissen der folgenden zwei Experimente.

Die intermediäre Vererbung

  • In diesem Experiment kreuzte Mendel rote und weiße Blüten miteinander.
  • Das Ergebnis war wie erwartet: Das rote und das weiße Merkmal vererbten sich zu gleichen Teilen an die erste Tochtergeneration, auch F1 genannt. Es entstanden rosafarbene Blüten.
  • Es konnte sich also keins der beiden Merkmale durchsetzen. So bezeichnete Mendel diese Art der Vererbung als intermediär.
  • Die erste Tochtergeneration besteht hier zu gleichen Teilen aus roten und weißen Erbanlagen der Elterngeneration.
  • Egal, ob Genetik oder Biologie, die Frage: "Was ist ein Phänotyp?" kommt irgendwann …

Der dominant-rezessive Erbgang

  • Für diesen Versuch kreuzte Mendel reinerbige rote und weiße Blüten eines Erbsenstrauchs miteinander.
  • Anschließend beobachtete er, dass sich nicht, wie beim intermediären Erbgang, beide Merkmale gleich stark vererbten.
  • Vielmehr setzte sich ein Merkmal durch, verhielt sich also dominant.
  • Heraus kamen nicht, wie erwartet, rosafarbene Blüten, sondern, in diesem Fall, rote. Die Farbe Weiß konnte sich nicht durchsetzen und wird deshalb als rezessiv bezeichnet.
  • Die erste Tochtergeneration setzt sich auch hier aus roten und weißen Erbanlagen der beiden Elternteile zusammen, was man als heterozygot bezeichnet. Trotzdem blüht die erste Tochtergeneration rot, da sich dieses Merkmal bei der Kreuzung von reinerbigen rot- und weiß blühenden Individuen durchsetzt hat.

Die Uniformitätsregel

Aus den Ergebnissen des dominant-rezessiven und intermediären Erbgangs hat Mendel das erste Mendelsche Gesetz oder auch die erste Mendelsche Regel formuliert. Sie lautet "Uniformitätsregel".

  • Die Uniformitätsregel besagt, dass bei der Kreuzung zweier reiner Rassen einer Art die direkten Nachkommen (erste Tochtergeneration) das gleiche Aussehen aufweisen.
  • Aus beiden der oben beschriebenen Versuche geht also hervor, dass die erste Tochtergeneration sowohl beim intermediären als auch beim dominant-rezessiven Erbgang immer die gleiche Farbe besitzt. In diesem Fall waren im ersten Versuch alle Blüten der Tochtergeneration rosa und im zweiten Versuch immer rot. Der Phänotyp (Erscheinungsbild) ist damit identisch.
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