Ungerechte Noten - was tun?
- 03.09.2010 Felicitas Schmidt
- Ungerechte Noten
Unabhängig von der Klassenstufe oder der Schulart, nichts wirkt demotivierender und ist frustrierender als ungerechte Noten. Obwohl Ihr Kind viel gelernt hat, stimmen die Noten nicht mit dem gebrachten Aufwand überein. Sie sollten versuchen aufzuklären, wie es dazu kam.
Bei ungerechten Noten nachfragen
- Bevor Sie direkt in die Schule gehen und mit dem Klassenlehrer sprechen, setzen Sie sich zuerst einmal mit Ihrem Kind zusammen. Besprechen Sie genau, wie sich Ihr Sohn oder Ihre Tochter vorbereitet hat und halten Sie dies auch schriftlich fest. Notieren Sie sich, wie lange Ihr Kind täglich gelernt hat und auch, welchen Stoff. Fragen Sie außerdem vorsichtig nach, ob die Note nicht vielleicht doch gerechtfertigt war. Möglicherweise lief etwas in der Lernvorbereitung falsch oder Ihr Kind hatte während der Prüfung einen Blackout. Das alles sollten Sie klären, bevor Sie weitere Schritte einleiten.
- Der nächste Schritt bei ungerechten Noten wäre, dass Ihr Kind mit seinem Lehrer spricht und ihn fragt, wie es zu der Note kam. Das ist absolut legitim und ein guter Lehrer sollte seinen Schülern diesbezüglich immer zu einem Gespräch zur Verfügung stehen.
- Wenn das zu nichts geführt hat, vereinbaren Sie einen Termin in der Sprechstunde des Lehrers. Lehrer sind auch nur Menschen und Ihr Urteil kann auch einmal falsch ausfallen. Wichtig ist aber, dass Sie gut vorbereitet in die Sprechstunde gehen. Deswegen ist es unabdingbar, dass Sie sich zuvor mit Ihrem Kind zusammen gesetzt und die Situation besprochen haben.
- In der Sprechstunde des Lehrers können sämtliche Belange Ihres Kindes besprochen werden. Auch eine mutmaßliche ungerechte Notengebung gehört dazu. Achten Sie darauf, dass Sie sicher und selbstbewusst auftreten. Daher sollten Sie sich auch unbedingt schriftliche Notizen mitnehmen, anhand derer Sie dem Lehrer darlegen können, welchen Lernaufwand Ihr Sohn oder Ihre Tochter betrieben hat.
- Auch wenn bei solchen Themen die Emotionen hoch kochen können, bleiben Sie sachlich! Nichts verhindert eine konstruktive Lösung mehr als unsachliche Argumentation. Denken Sie daran, dass es um Ihr Kind geht. Fragen Sie den Lehrer, wie genau er zu seinem Ergebnis gekommen ist und bitten um eine genaue Erläuterung der Korrektur.
- Vielleicht werden Sie sich in dem aktuellen Fall nicht einig. Allerdings wird der Lehrer bei der nächsten Korrektur bestimmt sehr sorgfältig vorgehen und darauf achten, dass eventuelle Ungerechtigkeiten gar nicht erst zur Diskussion stehen.
