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Unfallgutachter werden - Wissenswertes zur Ausbildung

Sie wollen KFZ-Sachverständiger werden - welche Art Ausbildung Ihrem Traumberuf zu Grunde liegt, wissen Sie aber nicht so genau? Vorweg ist Ihnen zu versichern: Zu wenigen Berufen gibt es so viele Wege wie zu dem des Unfallgutachters. Doch welche sind das genau?

Bei jedem Unfall nötig: der Unfallgutachter.
Bei jedem Unfall nötig: der Unfallgutachter.

Was der Unfallgutachter eigentlich tut

  • Letztlich sollten Sie sich vor der endgültigen Entscheidung zur Ausbildung genau darüber informieren, was der Kfz-Sachverständige eigentlich tut. Vor allem ist er für die Schadenfeststellung nach Verkehrsunfällen verantwortlich: daher auch die Bezeichnung Unfallgutachter. 
  • Zu einer solchen Tätigkeit gehört zunächst schließlich die Sicherung von Beweisen. Ist der Unfallhergang strittig, so macht sie den alles entscheidenden Punkt Ihrer Tätigkeit als Sachverständiger aus. Sie dient letztlich der Rekonstruktion des gesamten Unfalls, welche mit das Hauptziel eines jeden Unfallgutachtens sein sollte. 
  • Neben dem Bereich des Unfallgutachtens führt ein Kfz.Sachverständiger aber auch Maschinengutachten für den Gebrauchtwagenkauf, Wertgutachten und Spezialgutachten wie beispielsweise Oldtimergutachten durch. Das hört sich für Sie gut an? Dann ist es nun Zeit, Genaueres über die Ausbildung zum Sachverständigen zu erfahren.

Der Weg zum Kfz-Sachverständigen

  • Zunächst ist festzuhalten, dass Sie mit einem grundlegenden Studium der Kfz-Technik nicht allzu schlecht fahren sollten: hier lernen Sie zumindest schon einmal die Grundlagen dessen, was es als Kfz-Sachverständiger zu wissen gilt. Die Ausbildung zum Unfallgutachter ist an sich weniger Ausbildung als Weiterbildung, sodass Sie zuvor zumindest Grundlagen in der Kfz-Technik erwerben sollten, auf denen schließlich aufgebaut werden kann.
  • Selbstverständlich muss es nicht unbedingt ein Studium sein: auch die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker eignet sich, um Grundlagenwissen zu erwerben. Entscheiden Sie sich für diesen eher praktischen Weg, so sollten Sie aber den Meister anstreben, bevor Sie sich nach Möglichkeiten der Weiterbildung zum Unfallgutachter erkundigen.
  • Selbstverständlich muss es nicht unbedingt ein Studium sein: der Weg zum Sachverständigen ist in jedem Fall ein längerer. So sollten Sie nach abgeschlossenem Studium oder der Meisterschule zusätzlich zumindest Seminare  besuchen, die über die BVSK-Akademie, das heißt also den Bundesverband für Sachverständige des Kraftfahrzeuggewerbes, angeboten werden. 
  • Es ist auch möglich, die Ausbildung zum Unfallgutachter direkt bei der BVSK-Akademie zu machen. Jedoch geht eine solche Ausbildung ziemlich ins Geld, sodass der Durchschnittsbürger sie kaum zu finanzieren vermag. 
  • Ein anderer Weg wäre es, sich das geforderte Wissen in Eigenregie anzueignen: so beispielsweise über die Lektüre von Fachliteratur. Sie können Kontakt zu einem Sachverständigenbüro Ihrer Umgebung aufnehmen und sich dort Literatur empfehlen lassen. Zudem können Sie sich vor Ort über Prüfungsmöglichkeiten erkundigen: Selbstverständlich muss es nicht unbedingt ein Studium sein: Nachfragen kostet zumindest nichts. Dieser Weg funktioniert allerdings nur, wenn Sie nicht als vereidigter und öffentlich bestellter Sachverständiger arbeiten wollen
  • Um tatsächlich vereidigter Sachverständiger zu werden, sollten Sie sich dann also doch in die Ausbildung bei einer Organisation wie der DEKRA begeben. Diese übernehmen Ihre Auszubildenden schließlich auch, weil sie generell eher für den Eigenbedarf in die Lehre nehmen. In manchen Bundesländern bietet auch der TÜV entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten an.  

Da der Ausbildungsweg gesetzlich letztlich nicht vorgegeben ist, liegt die Entscheidung am Ende bei Ihnen. Ziehen Sie auf jeden Fall alle der obigen Möglichkeiten in Betracht, um schließlich auch wirklich das zu finden, das Ihrer Person und Ihren Zukunftswünschen am ehesten gerecht werden kann.

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