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Umtauschrecht für Schuhe - das müssen Sie beachten

Sie möchten neue Schuhe kaufen, aber sichergehen, dass sie passen? Dann vereinbaren Sie ein Umtauschrecht mit dem Verkäufer. Ansonsten sind Sie auf die Gewährleistung angewiesen.

Schuhe müssen passen und gefallen.
Schuhe müssen passen und gefallen. © Aka / Pixelio

Sie kennen doch sicher den Grundsatz: "Vertrag ist Vertrag"? Wenn Sie ein Umtauschrecht reklamieren wollen, kommen zwei Fallgestaltungen in Betracht.

Umtauschrecht nur bei Vereinbarung

  • Dazu müssen Sie wissen, dass es ein Umtauschrecht, auch für Schuhe, nur dann gibt, wenn Sie dieses beim Kauf der Schuhe mit dem Käufer ausdrücklich vereinbart haben.
  • Kaufen Sie die Schuhe ohne jeden Vorbehalt, haben Sie kein Umtauschrecht! Der Verkäufer kann Sie auf den vorbehaltslos geschlossenen Kaufvertrag verweisen.
  • Sie sind in diesem Fall auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen und müssen versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass er die Schuhe doch bitte zurücknehmen möchte.
  • Unterstützen Sie Ihre Überzeugungskraft, indem Sie nicht etwa den Kaufpreis zurückerstattet haben möchten, sondern sich bereit erklären, ein anderes Paar Schuhe im Austausch für die zuvor gekauften Schuhe zu akzeptieren.
  • Gehen Sie also davon aus, dass es Ihr Problem ist und Ihr Problem bleibt, wenn Sie nach dem vorbehaltslosen Kauf feststellen, dass Ihnen die Schuhe nicht passen oder Ihnen die Farbe oder die Ausstattung nicht gefällt. Sie können dieses Problem nicht dem Verkäufer anlasten.
  • Ist der Verkäufer nicht bereit, Ihnen beim Kauf ein Umtauschrecht einzuräumen, müssen Sie gegebenenfalls auf den Kauf verzichten.

Schuhe müssen aber auch fehlerfrei sein

  • Sie haben allenfalls dann ein Umtauschrecht und können die Schuhe gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben, wenn die Schuhe fehlerhaft sind und Sie somit den Gewährleistungsfall reklamieren.
  • Der Verkäufer muss Ihnen ein fehlerfreies Paar Schuhe verkaufen. Stellt sich im Nachhinein ein Fehler heraus (der Absatz löst sich ab oder Sie entdecken einen Kratzer), darf Ihnen der Verkäufer zunächst ein fehlerfreies Exemplar dieser Schuhe übergeben.
  • Kann er dies nicht, dürfen Sie den Kaufpreis mindern und einen dem Fehler entsprechenden Teil des Kaufpreises zurückverlangen. Sie dürfen aber auch nach Ihrem eigenen Ermessen bei einem erheblichen Mangel vom Kaufvertrag zurücktreten, dem Verkäufer die Schuhe übergeben und den Kaufpreis erstattet verlangen.
  • Sie müssen dazu auch wissen, dass in der Zeit unmittelbar nach dem Kauf (bis maximal 6 Monate) von Gesetzes wegen vermutet wird, dass der Fehler bereits beim Kauf vorlag und vom Verkäufer zu verantworten ist. Allerdings wird es schwieriger, Ihr Umtauschrecht zu fordern, je länger Sie warten und Sie die Schuhe in Gebrauch genommen haben.
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