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Umsatzsteuerpflichtig? - Das sollten Sie beachten

Das Steuergesetz gleicht einem undurchdringbaren Dschungel. Möchten Sie sich selbständig machen, sollten Sie sich mit der Materie der Umsatzsteuerpflicht auseinandergesetzt haben. Es ist wichtig, das Sie sich vor dem Beginn ihrer Selbstständigkeit ausführlich und umfassend erkundigen. Ein kleiner Fehler kann sehr viel Schaden anrichten und ihre Selbständigkeit gefährden. Die Umsatzsteuerpflicht regelt das Umsatzsteuergesetz und danach bestimmt sich ihre Umsatzsteuerpflichtigkeit.

Bares Geld sparen Sie, wenn Sie sich richtig über Umsatzsteuerpflichtigkeit Informieren.
Bares Geld sparen Sie, wenn Sie sich richtig über Umsatzsteuerpflichtigkeit Informieren.

Was Sie benötigen:

  • steuerlichen Erfassungsbogen
  • Broschüre des Finanzamtes "Steuerlicher Wegweiser für Existenzgründer"
  • Stift
  • Notizblock

Wer umsatzsteuerpflichtig ist, regelt das Gesetz

Wie der Name schon sagt, wird die Umsatzsteuer auf den erzielten Umsatz eines Unternehmers erhoben. Die Umsatzsteuer ist eine Verbrauchssteuer. Diese wird vom Endverbraucher gezahlt. Die Umsatzsteuer ist der Mehrwertsteuer gleichzusetzen.

  • Als Unternehmer schlagen Sie in der Regel die Umsatzsteuer entsprechend dem gültigen Steuersatz auf ihre Produkte oder Leistungen auf. Diese Umsatzsteuer ist dem Endverbraucher als Mehrwertsteuer bekannt.
  • Diese aufgeschlagene Umsatzsteuer wird vom Unternehmer allerdings an das Finanzamt weitergegeben.
  • Für ihr Unternehmen benötigen Sie Betriebsmittel, die Sie käuflich erwerben müssen. Die Betriebsmittel enthalten gemäß dem gültigen Steuersatz die Mehrwertsteuer. Diese Art der Mehrwertsteuer nennt man im Steuerrecht auch Vorsteuer. Diese dürfen Sie sich als Unternehmer, der umsatzsteuerpflichtig ist, vom Finanzamt wieder zurückholen.
  • Praktisch findet eine Art Verrechnung zwischen der Steuer, welche Sie auf ihren Rechnungen weitergegeben und der Steuer, welche Sie für Betriebsmittel ausgeben, statt.
  • Das ganze Verfahren ist je nachdem, wie viel Sie in einem Jahr an Umsatz generieren, ein bürokratisch nicht zu unterschätzender Aufwand.
  • Ihre erste Überlegung als zukünftiger eventuell umsatsteuerpflichtiger Unternehmer sollte sein, in welcher Branche Sie sich niederlassen und mit welcher Höhe an Umsätzen Sie rechnen können. Diese Überlegung ist wichtig, um den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung vom Finanzamt zu Beginn ihre Selbständigkeit korrekt ausfüllen zu können.
  • Umsatzsteuerpflichtig sind alle Unternehmen, es sei den Sie unterliegen der Kleinunternehmerregelung. Diese Umsatzsteuerpflicht ist konkret in § 19 des Umsatzsteuergesetzes geregelt. Sie sind laut § 19 des Umsatzsteuergesetzes von der Umsatzsteuerpflicht befreit, wenn ihr Bruttoumsatz im Vorjahr oder das Jahr des Beginns der unternehmerischen Tätigkeit unter 17500 Euro und im laufenden Jahr die Grenze von 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigt. Diese Regelung stellt immer auf das laufende Kalenderjahr ab.
  • Das Ganze hat natürlich einen Haken. Unterliegen Sie der Kleinunternehmerreglung, weil sie abschätzen, dass ihr Umsatz unter der Grenze liegt, dürfen sie keine Umsatzsteuer auf ihren Rechnungen aufschlagen. Demzufolge dürfen Sie sich auch nicht die gezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückholen. Die Umsatzsteuer wird in diesem Fall nicht an das Finanzamt fällig.
  • Entscheiden Sie sich für die Kleinunternehmerregelung, die Sie von der Umsatzsteuerpflicht befreit, sind Sie laut Gesetzger für fünf Jahre gebunden.
  • Das Steuergesetz ist ein sehr weites Feld und bedarf Ihrerseits etwas umfassendere Überlegungen und Recherchen, ob sich eine Umsatzsteuerbefreiung lohnt. Der entscheidende Faktor ist die Höhe der generierten oder erwartenden Umsätze. Umsatzsteuerpflichtig ist, wer hohe Umsätze außerhalb der Kleinunternehmerregelung erzielt.
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