Überweisung kam nicht an - was tun?
Eine fehlgeleitete Überweisung ist schwer zu korrigieren.
Es passiert nicht oft, doch hin und wieder meldet sich der Empfänger einer Überweisung, die man vor einiger Zeit abgesendet hat und es stellt sich heraus, dass das Geld nicht eingetroffen ist. Was können Sie tun, wenn die Überweisung auf die eine oder andere Weise verloren ging?
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24.08.2010
Dorothea Stuber
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
- Wird offensichtlich, dass Sie den Überweisungsträger fehlerhaft ausgefüllt haben (bei papiernen Überweisungen hebt man zum Nachweis den Durchschlag auf), kann es sein, dass das Geld durch die Bank überhaupt nicht gebucht wurde, wenn kein entsprechendes Konto existiert. Im schlimmeren Falle erfolgte der Transfer auf ein fremdes Konto.
- Egal ob Sie die Überweisung auf elektronischem Wege ausführen oder auf herkömmliche Art einen Überweisungsschein in den Briefkasten der Bank einwerfen, dass Kontonummer und Bankleitzahl richtig angegeben wurden, müssen Sie gewährleisten. Seit November 2009 sind Banken nicht mehr verpflichtet, die Übereinstimmung von Kontonummer und Kontoinhaber zu überprüfen, wodurch sich bisher viele Fehler ausmerzen ließen.
- Zunächst sollten Sie die Daten der Überweisung genau überprüfen und mit der Vorlage abgleichen. Stimmt alles, könnte der Fehler auch beim Überweisungsempfänger liegen. Eventuell wurde der Eingang einfach übersehen. So etwas passiert schon mal. Schließlich sitzt am anderen Ende der Leitung auch immer ein Mensch. Ein Telefonanruf hilft, die Lage zu klären.
- Wenn Sie elektronisch überweisen und Ihren Fehler noch rechtzeitig bemerken, lässt sich die Überweisung eventuell stornieren. Denn Überweisungen werden nicht sofort bearbeitet. Schickt man den Überweisungsauftrag zum Beispiel am Abend ab, wird er erst am nächsten Vormittag ausgeführt und Sie haben in der Regel noch Zeit, den Vorgang telefonisch aufzuhalten.
- Wenn das Geld vom eigenen Konto bereits gebucht wurde, sollte man die Bank um einen Überweisungsrückruf bitten. Dieser ist in der Regel nur für Inlandsüberweisungen möglich, solange das Geld dem Empfängerkonto noch nicht gutgeschrieben wurde. Dabei nimmt die eigene Bank Kontakt mit der Empfängerbank auf und weist sie an, das eingehende Geld zurückzuschicken. Das dauert natürlich einige Tage und der Erfolg kann auch nicht garantiert werden. Für den Überweisungsrückruf wird natürlich ein Entgelt berechnet.
- Landet das fehlgeleitete Geld auf dem Konto eines Unternehmens gibt es in der Regel keine Schwierigkeiten und das Geld wird umgehend zurückgesandt. Anders sieht es aus, wenn das eigene Geld versehentlich auf ein Privatkonto geflossen ist. Dessen Besitzer lässt nicht unbedingt mit sich reden, sondern gibt das Geld einfach aus. Dann hilft nur noch der Weg vor Gericht, um das versehentlich überwiesene Geld zu erstreiten.