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Typisch für Japan

Japan hat für viele Menschen immer noch einen Hauch Exotik an sich. Dies mag daran liegen, dass typische Gebräuche sich von Europa unterscheiden.

Der Berg Fuji ist eines der Wahrzeichen Japans.
Der Berg Fuji ist eines der Wahrzeichen Japans.

Warum ist in Japan das Klopapier so dünn?

Dies ist eine kuriose Geschichte: Wussten Sie, dass man die Länder unterscheiden kann nach Klopapier-Faltern, wie in Deutschland und Klopapier-Knüllern? So nämlich verwenden Japaner das Klopapier, falls überhaupt, denn überall werden Sie hochautomatisierte Toiletten finden, die per Knopfdruck den Po mit einem Warmwasserstrahl reinigen und anschließend trocken föhnen können. Sobald Sie sich setzen, ist die Toilettenbrille beheizt.

Religion in Japan

Zwar ist das Christentum im Land der aufgehenden Sonne verbreitet, die traditionellen Glaubensrichtungen sind aber der Buddhismus und Shintoismus. Die Japaner besuchen sowohl Tempel als auch Schreine.

Typisch Wohnen mit Papier und Stroh

Die Bauweise in Japan ist eher leicht, was teilweise den Erdbeben geschuldet ist. In traditionellen Häusern sind die Zimmer durch große Schiebetüren aus Holzrahmen, die mit Papier bezogen sind, getrennt. Da die Wände ziemlich dünn sind, können Sie sich vorstellen, dass die Wohnungen hellhörig und im Winter kalt sind. Der westliche Baustil hat sich zwar weitestgehend durchgesetzt, trotzdem sind oft noch einzelne Zimmer (das Schlafzimmer) mit Tatami, das sind Strohmatten, als Bodenbelag ausgelegt. Die Wohnfläche wird nach wie vor noch in Anzahl Tatami angegeben. Da Sie in Japan Ihre Schuhe grundsätzlich an der Wohnungstür stehen lassen, bieten die Tatami einen angenehmen Untergrund.

So begrüßen Sie sich in Japan

Der Handschlag hat sich, inbesondere bei geschäftlichen Treffen mit Gaijin (so werden Ausländer in Japan genannt), eingebürgert. Korrekt begrüßen und verabschieden Sie sich aber ohne Körperkontakt. Verbeugen Sie sich voreinander. Dabei verbeugt sich die niederrangigere beziehungsweise jüngere Person umso tiefer und häufiger, je größer der Unterschied zwischen den beiden Personen ist. Auch teure Gastgeschenke sind üblich.

Die Kunst des Papierfaltens

Sicher haben Sie auch schon mal ein Schiff oder Ähnliches aus Papier gefaltet. In Japan ist das Falten von Papier zu einer wahren Kunst geworden, dem Origami. Typische Figuren sind der Kranich, aber auch Frösche, Fische und Drachen.

Die Kunst des Blumensteckens

Ikebana heißt wörtlich "lebende Blume". Damit ist die Kunst des Arrangierens von Blumen und anderen Naturmaterialien zu oft minimalistischen, aber stark durchdachten Gestecken gemeint. Erstaunlicherweise war diese Kunst ursprünglich den Männern vorbehalten, erst ab etwa 1600 begannen adlige Frauen der Edo-Periode sich hierin zu üben.

Die altüberlieferte Kunst der Kalligraphie

Auch wenn Sie nicht die chinesisch oder japanischen Schriftzeichen, das Kanji, lesen können, so üben kalligraphische Ausführungen dieser Zeichen eine Faszination aus. Die Kunst der Kalligraphie heißt in Japan Shodo. Diese unterliegt strengen Regeln. Arbeitsmaterialien und die Strichfolge sind vordefiniert, lassen aber Raum für Interpretation, sodass die Persönlichkeit des Zeichners erkennbar bleibt.

Die typische Küche Japans

Wenn Sie an japanisches Essen denken, dann fällt Ihnen sicherlich zuerst Sushi ein. Diese Spezialität aus rohem Fisch können Sie überall in Japan finden. Dazu gehört die Miso-Suppe aus fermentiertem Soja und Reis. Der Reis wird schon zum Frühstück gegessen, meist mit Gemüse, beispielsweise mit mild eingelegtem Rettich. Aber auch Nudeln wie Soba und Udon werden Ihnen regelmäßig begegnen. Japaner würzen nicht viel, meist nur mit Sojasoße. Bei scharfem Essen wird Wasabi verwendet, welches in vielen Gerichten vorhanden ist.

Dieser Überblick hat in Ihnen hoffentlich die Lust an Japan geweckt. Dennoch gibt noch sehr viel mehr zu entdecken, was für Sie als typisch Japan gelten kann.

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