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Türstock auswechseln - so gelingt die neue Tür

Der Türstock bildet den Rahmen, in den eine neue Tür eingesetzt wird. Häufig, besonders in Altbauten, muss der alte Türstock weichen, weil er nicht die notwendigen Maße aufweist. Das Auswechseln ist nicht immer ungefährlich.

Der Türstock kann ein Haus verzieren.
Der Türstock kann ein Haus verzieren. © Gerhard Frassa / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Säge
  • Beil
  • Stechbeitel
  • Hammer
  • Mauerschrauben
  • Dübel
  • Holzkeilchen
  • Bauschaum

Der Türstock - ein wichtiges Bauteil

  • In der Regel besteht ein Türstock aus Holzbalken. Er hat vielfach auch nicht nur die Tür in der Mauer zu halten, sondern erfüllt auch statische Funktionen. Das betrifft vorrangig Altbauten. Deshalb ist dafür zu sorgen, dass bei einem Austausch keine Bauteile instabil werden oder gar abstürzen.
  • Der Gefahr kann begegnet werden, indem Sie bis zwei Unterzüge quer unter den Überbau einbauen, bevor Sie den alten Türstock abreißen. Damit keine Behinderung entsteht, schlagen Sie je einen Durchbruch über dem alten Querträger in die Wand und stecken dort den Unterzug durch.
  • Die beiderseitige Abstützung muss gegen Abrutschen gesichert werden. Keile sorgen für die notwendige Spannung. Beobachten Sie das Verhalten des Überbaus beim Entfernen des alten Türstocks.

Eine neue Tür erfordert einen neuen Türstock

  1. Messen Sie die lichte Weite des verbliebenen Mauerdurchbruchs und vergleichen Sie das Maß mit der neuen Tür. Sie müssen die baulichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Türzarge knapp in den neuen Türstock passt. Die neuen Balken sollten an den Ecken eingezapft werden und die Ständer sind mit je 3 langen Mauerschrauben fest mit dem Mauerwerk zu verbinden.
  2. Exakte Maße erreichen Sie nach dem Mauern gegebenenfalls durch Unterlegen von Holzkeilen, bzw. durch Verjüngen. Verputzen Sie die Schadstellen sauber und verschließen Sie die Durchbrüche für die Unterzüge wieder. Die neuen Balken müssen die gleichen Maße aufweisen, wie die Zarge der Tür.
  3. Setzen Sie nun die Zarge ohne Türblatt vorsichtig in die neue Öffnung. Zwischen Zarge und Türstock darf ein Spalt von bis zu 1 cm klaffen. Er wird dazu benutzt, die Zarge in die senkrechte Stellung in beiden Ebenen zu bringen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Tür nicht selbstständig auf- oder zugeht und gut schließt.
  4. Fixieren Sie die Zarge mit Holzkeilchen in der richtigen Stellung und schäumen Sie die Hohlräume dann an mindestens 3 Stellen aus: oben, unten und in der Mitte. Damit der Schaum die Zarge in Höhe des Schlosses nicht verformt, klemmen Sie dort eine Leiste ein, die die Zarge im richtigen Maß hält.
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