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Türenknallen aus der Nachbar-Wohnung - so schaffen Sie Abhilfe

Eigentlich fühlen Sie sich recht wohl in Ihrer Wohnung und als sehr hellhörig können Sie Ihre vier Wände nun wirklich nicht bezeichnen. Auch die Hausgemeinschaft ist nett, wenn da nur das dauernde Türenknallen aus der Nachbarwohnung nicht wäre! Besonders dann, wenn Sie schlafen wollen, nervt Sie der überflüssige Krach doch sehr. Wie sagen Sie Ihrem Nachbarn auf nette Art, dass Sie sich gestört fühlen?

Der Lärm bringt Sie um den Schlaf.
Der Lärm bringt Sie um den Schlaf.

Türenschlagen ist sicherlich eine schlechte Angewohnheit. Auch wenn Sie als Kind noch regelmäßig wegen Nachlässigkeit ermahnt wurden, kann dieses Verhalten sich dennoch im Erwachsenenalter zu einer schlechten Angewohnheit entwickeln. Obwohl das Umfeld dadurch genervt ist, sagt niemand etwas dazu, und Sie selbst merken es überhaupt nicht mehr. Wahrscheinlich geht es Ihrem Nachbarn genauso, wenn er mit den Türen knallt. Er hat möglicherweise überhaupt keine Ahnung, dass er damit Ihren Schlaf stört.

Wenn Sie durch das Türenknallen genervt sind

  • Bevor Sie das Gespräch mit dem Nachbarn suchen, sollten Sie vorher Ihre eigene Stimmung überprüfen. Sind Sie gerade mal wieder richtig genervt, weil Sie aus dem Schlaf gerissen wurden, ist sicherlich nicht der richtige Zeitpunkt für ein sachliches Gespräch. Sie sollten deshalb warten, bis Ihr akuter Zorn verraucht ist.
  • Besser als an der Wohnungstüre des Nachbarn zu klingeln, ist es zu warten, bis Sie sich zufällig über den Weg laufen. So können Sie Ihre Beschwerde mit einem unverfänglichen Gespräch einleiten, denn Small Talk schafft eine entspanntere Atmosphäre. Es hat ja sicherlich eine ganze Weile gedauert, bis Ihnen der Kragen geplatzt ist; auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es Ihnen nun sicherlich auch nicht mehr an.
  • Je nachdem, wie gut Sie den Nachbarn kennen, kann Ihr Gespräch irgendwann auch etwas mehr ins Persönliche gehen. Erzählen Sie zum Beispiel von Ihrem anstrengenden Job oder flunkern Sie ein wenig und erfinden Sie Schlafstörungen. Dann erwähnen Sie, wie froh Sie darüber sind, ab und zu mal ausschlafen zu können.
  • Nun kommen Sie mit Ihrem Nachbarn auf den Krach zu sprechen. Tun Sie so, als ob Sie nicht wüssten, aus welcher Wohnung das Türenknallen kommt. Erzählen Sie lediglich, dass Sie fast regelmäßig dadurch aus dem Schlaf gerissen werden.
  • Statt aber dabei über Rücksichtslosigkeit und Lärmstörung zu schimpfen, sollten Sie sich eher betrübt geben. Versuchen Sie den Eindruck zu erwecken, dass der Krach Ihnen körperlich und seelisch zusetzt. Drücken Sie ruhig dabei ein wenig auf die sogenannte Tränendrüse, aber übertreiben Sie es nicht.
  • Jetzt kann es sein, dass es Ihrem Nachbarn dämmert, dass er derjenige ist, der mit den Türen knallt. Unabhängig davon, ob er das zugibt oder nicht, werden Sie an der häuslichen Geräuschkulisse sehr schnell feststellen können, ob er gemerkt hat, dass er für Ihre Schlaflosigkeit verantwortlich ist, und ob ihn das beeindruckt hat.

Der Nachbar zeigt sich unbeeindruckt - und nun?

Trotz des Gespräches hat sich nichts an dem Türenknallen geändert. Dafür gibt es eigentlich nur zwei Gründe. Entweder merkt der Nachbar überhaupt nicht, dass er selbst es ist, der mit den Türen knallt, oder aber es ist ihm egal, dass er Sie stört.

  1. Nun sollten Sie die direkte Konfrontation mit dem Nachbarn suchen. Bleiben Sie jedoch auch diesmal unbedingt freundlich und gelassen. Klingeln Sie beim Nachbarn und bitten Sie ihn um ein Gespräch.
  2. Dann erwähnen Sie nochmals Ihre letzte Unterhaltung, die Sie miteinander hatten, und erzählen Sie, dass Sie mittlerweile den Verdacht haben, die Geräusche kämen aus dieser Nachbarwohnung.
  3. Spätestens jetzt wird sich die Einstellung Ihres Nachbarn zu der Ruhestörung zeigen. Wenn er sein Türenschlagen bisher nicht bewusst wahrgenommen hat, sich jedoch einsichtig zeigt, stehen die Chancen gut, dass er das Türenknallen unterlassen wird. Entschuldigt er sich außerdem bei Ihnen, können Sie ziemlich sicher sein, dass zukünftig Ruhe herrschen wird.
  4. Streitet er jedoch ab, für die Ruhestörung verantwortlich zu sein, können Sie nur noch den freundlichen Rückzug antreten und die Wohnung verlassen. Möglicherweise haben Sie dennoch Ihr Ziel erreicht, denn bei Ihrem Nachbarn könnte es sich um einen Menschen handeln, der Fehler lediglich ungern zugibt, aber sein Verhalten ändert.
  5. Haben Ihre Gespräche jedoch leider überhaupt nichts bewirkt und sind Sie sich absolut sicher, den richtigen Nachbarn zu verdächtigen, sollten Sie mit seinem Vermieter Kontakt aufnehmen. Letztendlich sollte dem Vermieter der Nachbarwohnung daran gelegen sein, die Harmonie in der Hausgemeinschaft zu erhalten. Bitten Sie ihn deshalb, mit seinem Mieter zu sprechen.
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