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Trotzphase mit 8 Jahren - was tun?

Trotzphasen bei Kleinkindern und während der Pubertät strapazieren die Nerven vieler Eltern. Doch die Aussicht darauf, dass diese Phasen altersbedingt sind und vergehen, verschafft in anstrengenden Situationen ein Licht am Horizont. Doch was ist, wenn Ihr Kind nicht nur in den typischen Altersphasen, sondern auch mit 8 Jahren auffällig trotzig ist?

Kinder brauchen Trotzphasen.
Kinder brauchen Trotzphasen.

Trotzphase als Teil der Entwicklung

  • Wenn Ihr Kind in einer Trotzphase ist, wird die Kommunikation zur großen Herausforderung. Ein ruhiges Gespräch lässt sich nur mit viel Geduld initiieren. Dennoch ist es äußerst wichtig, um die Gründe für den auffälligen Widerstand herauszufinden.
  • Allgemein müssen Sie in solchen Phasen nicht beunruhigt sein. Die Trotzphasen im Kleinkind- und Jugendalter gehören zur Entwicklung Ihres Kindes dazu und dienen der Selbstbehauptung und Persönlichkeitsentwicklung. Die Konflikte zwischen Kindern und Eltern sind hierbei notwendig und keinesfalls böswillig.

Wenn Ihr Kind im Alter von 8 Jahren eine Trotzphase hat, sollten Sie ebenfalls davon ausgehen, dass kein böser Wille hinter diesem Verhalten steckt. Die Gründe für das Trotzen können vielfältig sein.

Besondere Belastungen für Kinder im Alter von 8 Jahren

Ein möglicher Grund für eine Trotzphase mit 8 Jahren sind unausgesprochene Probleme, die Ihr Kind im familiären Umfeld belasten.

  • Überlegen Sie deshalb Folgendes: Gibt es Veränderungen im Alltag Ihres Kindes, zum Beispiel die Scheidung der Eltern, ein neuer Lebenspartner oder ein ernster Streit zwischen Ihnen und Ihrem Kind?
  • Wenn Ihnen Situationen im häuslichen Umfeld einfallen, die Ihr Kind stressen könnten, suchen Sie das Gespräch auf. Falls dies misslingt, könnte eine andere Vertrauensperson Ihres Kindes vielleicht das Erstgespräch führen und anschließend vermittelnd helfen.

Die Trotzphase kann ebenfalls durch Stresssituationen ausgelöst werden, die nichts mit der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind zu tun haben. Folgende Fragen könnten Ihnen weiterhelfen, die Gründe für das Trotzverhalten zu erkennen:

  • In welchen Alltagsbereichen könnte Ihr Kind unter einem erhöhten Druck stehen? 
  • Hat es Probleme mit Gleichaltrigen?
  • Wie kommt es in der Schule zurecht?
  • Ist Ihr Kind zufrieden mit sich selbst und den eigenen Lebensbedingungen?

Maßnahmen, die helfen können

Es gibt viele Bereiche, die ein 8-jähriges Kind belasten können.

  • Deshalb sollten Sie, auch wenn Sie die Gründe für die Trotzphase nicht verstehen, ruhig bleiben, sich nicht provozieren lassen und immer wieder signalisieren, dass Ihr Kind bei Ihnen ein offenes Ohr für alle Probleme findet.
  • Wenn sich trotz Ihrer Geduld keine Aussprache ergibt, nehmen Sie Kontakt zu anderen Personen im Umfeld Ihres Kindes auf. Sprechen Sie zum Beispiel Lehrer an, um herauszufinden, warum Ihr Kind so ungewöhnlich reagiert.
  • Wenn das Verhalten extreme Ausmaße annimmt, scheuen Sie sich nicht davor, Experten hinzuzuziehen. Familienberatungsstellen und Kindertherapeuten werden Sie und Ihr Kind in schwierigen Phasen kompetent unterstützen.
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