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Trotzphase mit 2 Jahren - so gehen Sie richtig damit um

Mit 2 Jahren wird den meisten Kinder bewusst, dass sie jemand sind und wollen das auch mit aller Macht beweisen. Die Trotzphase beginnt und diese kann die Eltern viel Kraft kosten.

So süß sind sie nicht immer.
So süß sind sie nicht immer.

Babys und Kleinkinder sind meist lieb und brav, mit 2 Jahren kann sich das schlagartig ändern. Ihr braves und umgängliches Kind wird auf einmal bei Kleinigkeiten zickig und fängt an zu schreien und zu stampfen. Die Trotzphase hat begonnen und vor Ihnen liegt eine Zeit, in der Sie starke Nerven brauchen.

Mit 2 Jahren ändert sich einiges

  • Ab dem Alter von 2 Jahren merkt das Kind langsam, dass es eine Persönlichkeit ist und dass es etwas bewirken kann. Es betrachtet die Umwelt genauer und lernt sehr schnell, dass man mit Schreien auch einmal etwas geschenkt bekommt.
  • In der Regel verläuft die Trotzphase so, dass das Kind sich wegen einer Lappalie ganz schnell aufregen kann und anfängt zu schreien. Es stampft auf den Boden, haut um sich oder liegt auf dem Boden und tritt um sich. Jedes Kind verhält sich etwas anders, aber Schreien ist immer dabei.
  • Manche Kinder schaffen es sogar, so lange zu schreien und zu toben, bis sie erschöpft einschlafen. Während sich manche Kinder ablenken oder beruhigen lassen, hilft bei anderen nicht viel, sie müssen ihren Frust einfach herausschreiben.
  • Würde das Kind nun bekommen, was es will, würde der Tobsuchtsanfall sofort aufhören, weil es seinen Willen bekommen hat, das wäre erzieherisch aber ein großer Fehler.

So gehen Sie mit der Trotzphase um

  • Bei den meisten Kindern wird die Trotzphase ab einem Alter von 3 1/2 Jahren immer seltener, andere dagegen stecken mit fast 5 Jahren immer noch mittendrin. Das hängt auch ein wenig von der Persönlichkeit des Kindes ab.
  • Merken Sie sich eines gut: Wenn Sie auf die Schreiattacke auch mit Schreien reagieren, hilft das nicht viel. Das Kind ist in diesem Moment so in Rage, dass es Sie wahrscheinlich nicht einmal wahrnehmen würde. 
  • Sprechen Sie ruhig mit dem Kind und versuchen Sie, es zu beruhigen. Vielen Kindern hilft es sehr, wenn sie fest in den Arm genommen werden und merken, dass jemand da ist, der sie trotz des Ausbruchs lieb hat. 
  • Würde Ihr Kind am liebsten mit dem Kopf durch die Wand rennen und ist es wie blind in seiner Wut, achten Sie darauf, dass nichts im Weg steht, woran es sich verletzen könnte. In diesem Fall ist es sogar hilfreich, wenn Sie es festhalten, obwohl es um sich schlägt.
  • Wenn Sie Ihrem Kind etwas verbieten, sagen Sie ihm auch warum. Sie können auch versuchen, einen Kompromiss mit dem Kind zu schließen. Es bekommt zwar den Gegenstand nicht, dafür spielen Sie aber mit ihm daheim Memory. Manche Kinder lassen sich schon im Kleinkindalter auf Kompromisse ein.
  • Geben Sie der Trotzphase nicht nach. Wenn das Kind einmal das bekommt, was es will, wird es immer wieder trotzen, weil es weiß, es bekommt die Sache dann.

Eltern brachen starke Nerven, manche sogar mehr als andere. Denken Sie aber immer daran, dass die Trotzphase auch ein Ende haben wird. Bleiben Sie immer ruhig und gehen Sie, wenn nötig aus dem Raum und atmen Sie fünf Minuten lang durch. Sie dürfen nie die Kontrolle über sich verlieren.

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